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Foto: Pexels / Kampus Production

Arthrose: Hausmittel, Kräuter und Hilfe zur Selbsthilfe

Einige meiner Leser:innen haben sich hilfreiche (Kräuter-)Tipps zum Thema Arthrose gewünscht. Solltest du auch davon betroffen sein, lies unbedingt weiter! Ich hoffe, meine Hausmittel und Impulse zur Selbsthilfe sind dir behilflich.

Hast du auch einen Thema über das ich mal schreiben soll? Lass es mich wissen und ich nehme es mit in meine Themenliste auf!

Fangen wir an!

Zuerst ein ganz kleines bisschen Theorie. Es ist immer gut, wenigstens schemenhaft eine Idee davon zu haben, wie der Körper funktioniert.

 

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine schmerzhafte, degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Gelenkknorpel zerstört wird und sich die Innenschicht der Gelenkkapsel entzündet. Mit der Zeit kann es dadurch zur völligen Versteifung eines Gelenkes kommen. Bei älteren Menschen sind vor allem die Hüfte oder die Kniegelenke betroffen.

Wie entsteht Arthrose?

Jede Bewegung beansprucht in irgendeiner Weise die Gelenke.

Quelle der Abbildung: Rheumahelden.de

Damit an den Knochenenden, die das Gelenk bilden, nicht Knochen auf Knochen reibt, sind die Gelenkknochen mit einer durchsichtigen weißlich schimmernden Knorpelschicht überzogen. (siehe Abb.)

In der Gelenkkapseln entsteht bei jeder Bewegung Gelenkflüssigkeit, damit das Lager im Gelenk gut gleitet. Diese Flüssigkeit versorgt die Knorpelschichten fortlaufend mit Nährstoffen.

Bewegt man sich nur wenig, wird auch nur wenig von dieser nährhaften Schmierflüssigkeit gebildet, was zur Folge hat, dass der Knorpel weniger mit Nährstoffen versorgt wird und dadurch anfälliger für Verschleißerscheinungen ist.

Das Gegenteil, zu viel Bewegung, kann allerdings auch Arthrose begünstigen, weil sich bei starker, schwerer Beanspruchung die Knorpelflächen zu sehr abnutzen. Ist der Knorpel mit der Zeit verschlissen, wird auch der Knochen in Mitleidenschaft gezogen.

Eine zu starke Beanspruchung der Gelenke ist klassischerweise bei übergewichtigen Menschen der Fall oder bei Menschen, die über Jahre hinweg schwere Gewichte heben, wie z. B. Menschen, die auf dem Bau arbeiten und jeden Tag Zementsäcke schleppen.

Eine Arthrose, die durch zu viel oder zu wenig Bewegung oder durch zu starke Belastung ausgelöst wird, nennt man auch primäre Arthrose. Um die soll es in diesem Artikel vorrangig gehen.

Es gibt aber auch eine sogenannte sekundäre Arthrose, die z. B. durch eine angeborene Fehlstellung der Gelenke entsteht.

Typische Beschwerden bei Arthrose

Typische Symptome bei Arthrose sind Morgensteifigkeit und Anlaufschmerzen. Es fühlt sich an, als wäre man eingerostet. Ist die Arthrose noch nicht so weit fortgeschritten, verschwinden diese Beschwerden nach kurzer Zeit durch Bewegung und im Laufe des Tages wieder.

Mit der Zeit und wenn man nichts dagegen unternimmt, kann sich daraus allerdings ein Dauerschmerz entwickeln, der auch in Ruhe oder nachts weh tut.

Ich möchte dir gerne ein paar einfach umsetzbare Tipps mit an die Hand geben, die du in seinen Alltag integrieren kannst. Ich denke da vor allem an die Ernährung und an Heilpflanzen.

Die richtige Ernährung bei Arthrose

Mit der richtigen Ernährung kann man meiner Erfahrung nach ganz schön viel erreichen. Ich errinnere mich an Teilnehmerinnen meiner Basenfastenkur, die sich so doll darüber gefreut haben, dass sich ihr Körper danach viel geschmeidiger und beweglicher angefühlt hat. 

Ich glaube nicht, dass es DIE eine Art und Weise gibt, sich richtig zu ernähren, aber ich habe schon oft gesehen, dass Schmerzpatienten sehr gut auf eine basenreiche, anti-entzündliche Ernährung reagieren.

Bedeutet:

  • frisch zubereitete Gerichte aus frischem Gemüse, das nicht tot gekocht wurde
  • frei von Pestiziden und anderen Chemikalien
  • eine gute Mischung aus knackig gedünstet und roh
  • Vollkornprodukte, gerne auch Produkte aus vorgekeimten Getreide (z. B. von Keimster)
  • hochwertige Proteine
  • möglichst zuckerfrei (Honig als Alternative ist denkbar, aber keine « Zero-Zucker-Produkte » mit Süßstoff o. ä.)
  • in Ruhe essen und nur so viel Essen, bis man satt ist (um Übergewicht vorzubeugen)
  • Gewürze und Kräuter nutzen
  • fermentierte Lebensmittel mit einbauen
  • Sprossen und Keimlinge
  • möglichst ursprüngliche, wenig verarbeitete Lebensmittel (möglichst kurze und einfache Zutatenliste)

Fotos: Anregungen aus meinem Rezeptbuch, das die Basenfastenkur begleitet. Viele einfache und leckere Ideen, ohne großen Abwasch. 

Gewürze und Küchenkräuter bei Arthrose

Gewürze und Küchenkräuter sind eine gute Grundlage für eine anti-entzündliche Ernährung, die Arthroseschmerzen lindern kann. Versuche in all deine Gerichte etwas davon zu integrieren. Je nachdem wie weit die Arthrose fortgeschritten ist, werden Gewürze und Küchenkräuter alleine möglicherweise nicht ausreichend sein, aber sie werden auf jeden Fall unterstützen.

Kurkuma mit Pfeffer und etwas Öl: Kurkuma ist nicht nur entzündungshemmend, sondern es unterstützt auch die Verdauung und die Fettverbrennung. Pfeffer und Öl machen, dass die Wirkstoffe des Kurkumas besser vom Körper aufgenommen werden können. Kurkuma zählt auch zu den Sonnenheilpflanzen. Es hellt die Stimmung auf und macht gute Laune.

Frische Petersilie enthält viel Vitamin C. Vitamin C hilft nicht nur Entzündungen zu reduzieren, sondern es ist auch am Aufbau von Knorpelmasse beteiligt. 3 Blättchen in der Suppe werden nicht reichen, aber eine handvoll kleingeschnittener Blätter direkt auf dem Teller ist eine gute Dosis.

Auch Knoblauch und Zwiebel wirken entzündlichen Prozessen im Körper entgegen.

Ingwer wirkt schmerzstillend und gegen Entzündungen. Er verlangsamt den Abbau von Knorpel.

Ich will ehrlich mit dir sein:

Eigentlich könnte ich diese Liste ins Unendliche weiterführen, denn im Grunde haben alle Küchenkräuter und Gewürze Eigenschaften, die sich positiv auf Entzündungsprozesse im Körper auswirken! Das macht es so schön einfach.

Wenn du die oben genannten vom Geschmack her nicht magst, dann nimm Rosmarin, Salbei und Thymian oder Zimt und Kardamom oder Kreuzkümmel und Muskat. Such dir ein paar Gewürze und Küchenkräuter, die du magst und gib sie in jede Mahlzeit mit rein.

 

Welches Öl ist bei Arthrose gut?

Auch bei der Frage nach dem Öl ist wieder die Überlegung: « Welches Öl kann mir helfen, Entzündungsprozesse im Körper zu verringern? ».

Die Antwort fällt hier auf Öle, die viele Omega-3-Fettsäuren enthalten, denn die Omega-3-Fettsäuren sind in der Lage, die entzündungsfördernde Arachidonsäure zu senken.

Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, sind z. B.:

  • Leinöl (findest du in jedem Bioladen)
  • Algenöl (z. B. von der Ölmühle Solling oder Viktilabs)

Beide Öle kann man direkt auf dem Teller mit unters Essen mischen oder pur einnehmen.

Wenn man sich nicht an den Geschmack gewöhnen kann, gibt’s das aber auch in einer Kapsel als Nahrungsergänzungsmittel.

Wild- und Heilpflanzen bei Arthrose

Bei Wild- und Heilkräutern ist meine Überlegung: Wie kann ich meinen Körper dahingehend unterstützen, dass das Knorpelgewebe gestärkt und neu gebildet wird, Entzündungsstoffe ausgeleitet und Schmerzen gestillt werden?

Hier eine kleine Auswahl an Wild- und Heilpflanzen (es gibt noch andere):

Brennnessel: Sie ist reich an Vitaminen und Mineralien, sie leitet Entzündungsstoffe aus, sie schützt die Gelenkstrukturen und sie lindert den Schmerz. Man kann sie frisch essen oder als Tee, Tinktur oder als Frischpresssaft einnehmen. Auch ein Ölauszug von den ganz jungen Brennnesseltrieben im Frühjahr ist äußerlich angewendet super bei Gelenkschmerzen.

Hagebutten: Hagebutten enthalten viel Vitamin C, das am Aufbau von Knorpelmasse beteiligt ist und Entzündungen reduziert. Kann man am besten als Pulver einnehmen. (selber machen oder fertig kaufen)

Beinwell: Hier würde ich Umschläge aus der frischen Wurzel machen oder eine Salbe nutzen. Beinwell stärkt wunderbar Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder. So machst du den Umschlag aus frischer Wurzel.

Schachtelhalm: Er hat viele Mineralien, festigt die Gewebsstrukturen und hilft, Knorpel aufzubauen. Kann man als Abkochung nutzen und dann trinken. 

Weidenrinde: Weidenrindentee könnte man gegen die Schmerzen trinken. Dazu nimmt man die Frühjahrsrinde junger Zweige. Man schält sie mit einem Messer ab, schneidet es klein und bereitet sich daraus einen Tee zu. (Achtung: Wenn man allergisch auf Aspirin reagiert, besteht die Möglichkeit, dass man auch auf Weidenrinde allergisch ist. Menschen, die bereits Blutverdünner einnehmen, sollten nicht zu viel und nicht zu regelmäßig Weidenrindentee trinken, da er auch blutverdünnend wirkt.)

Vitamine und Mineralien bei Arthrose

Besonders Wildpflanzen sind reich an verschiedensten Vitaminen und Mineralien, die sich positiv auf Arthrosebeschwerden auswirken!

Sie selbst zu sammeln ist nicht nur die günstigste Variante, sondern bringt gleichzeitig auch Entspannung und Bewegung in der Natur oder im Garten.

Manchmal ist das allerdings nicht möglich. Hier kann man auf Frischpresssäfte zurückgreifen. Die Firma Schoenenberger hat ein breites Sortiment. Es würden sich z. B. Birke, Zinnkraut / Schachtelhalm, Brennnessel oder Löwenzahn eignen. Findet man in Bioläden, Reformhäusern und online.

Auch hochwertige Vitamine und Mineralien in Form Nahrungsergänzung und ohne unnötige Füllstoffe können Sinn machen.

Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf behalten, dass der Körper die Symptome schickt, weil im grundsätzlichen Lebensstil etwas aus der Balance geraten ist.

Weitermachen wie gehabt und nur Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken, ist für mich deshalb keine echte Lösung, um wieder gesund zu werden.

Was macht Arthrose schlimmer?

Faktoren, die das ganze verschlechtern bzw. Arthrose begünstigen, sind:

  • Übergewicht
  • bestimmte Sportarten (Ballsportarten, Tennis - die schnellen, ruckartigen Richtungswechsel gehen auf die Gelenke; schweres Gewichtheben) (besser sind Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren, Aquajogging, Aquafitness)
  • körperlich schwere Arbeit
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel
  • ein schlechter Säure-Basen-Haushalt
  • entzündungsfördernde, hochverarbeitete Nahrungsmittel mit langer Zutatenliste, Zucker, Alkohol, Rauchen

Fazit

Es gibt viele kleine Möglichkeiten, seine Gesundheit auf ganz simple Weise im Alltag zu unterstützen.

Ich mag es unkompliziert und einfach, weshalb ich auf echte, ehrliche Lebensmittel und Heilkräuter zurückgreife. 

Bei chronischen Beschwerden ist es wichtig, am Ball zu bleiben und regelmäßig jeden Tag der Gesundheit etwas Gutes zu tun. 

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

Mit meinen kostenlosen Sonntagsimpulsen geht das: Dort bekommst du jede Menge Tipps rund um Wild- & Heilkräuter, Entspannung, alte Bräuche, Naturverbundenheit und Basenfasten mit Heilpflanzen.

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