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Kräutertee richtig zubereiten – das solltest du unbedingt wissen

Foto: Ruby Nagel


Darum ist es wichtig, Kräutertee richtig zuzubereiten

Wenn du Kräutertee nicht nur zum Genuss, sondern auch als Heilmittel trinken willst, musst du unbedingt ein paar Dinge beachten, denn sonst gehen die Wirkstoffe sehr schnell flöten.

 

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Wie du Kräutertee richtig zubereitest
  • Welche Utensilien du brauchst
  • Was Teebeutel von losem Pflanzenmaterial unterscheidet
  • Ob frische oder getrocknete Kräuter besser wirken
  • Wie lange der Tee ziehen muss
  • Wie viele Tassen pro Tag getrunken werden dürfen
  • Ob der Tee gesüßt werden darf
  • Warum dein Kräutertee vielleicht nicht wirkt
  • Welche Alternativen es zur Teetherapie gibt

Meine Anleitung zum Kräutertee kochen

3 verschiedene Arten der Teezubereitung:

 

1.Kaltauszug

Ein Kaltauszug wird vor allem bei weichen oder schleimhaltigen Wurzeln, manchen Blüten oder besonders empfindlichen Wirkstoffen zubereitet.

Dazu gibt man das Pflanzenmaterial in ein Gefäß, bedeckt es mit kaltem Wasser (z.B. gefiltertem Leitungswasser) und lässt es einen gewissen Zeitraum stehen.

Die Menge und die Auszugszeit sind abhängig von der Pflanze, die zubereitet wird.

Ein Kaltauszug ist unter Laien weniger bekannt, als eine Kräuterinfusion (ein klassischer Kräutertee). Die bekanntesten Pflanzen, die als Kaltauszug zubereitet werden, sind Eibisch und Leinensamen.

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2.Infusion

Wenn man von „Infusion“ spricht, ist der klassische Kräutertee gemeint.

Blätter und Blüten werden als Infusion zubereitet.

 

Schritt 1:

Wasser kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.

Schritt2:

Den Kräutertee in eine Kanne aus Glas oder Keramik geben (ungefähr eine 3-Finger-Priese / 1TL Pflanzenmaterial für 250ml Wasser).

 

Schritt 3:

Wasser drüber gießen. Das Wasser sollte auf ungefähr 80°C / 85°C heruntergekühlt sein. Es muss nicht hundert Prozent genau sein. Lass das Wasser nach dem Aufkochen einfach ein bisschen abkühlen.

 

Schritt 4:

Deckel drauf (das ist wichtig!).

 

Schritt 5:

10-15 Minuten ziehen lassen.

 

Schritt 6: (optional)

Durch ein Sieb filtern.

 

Schritt 7:

Trinken.

3.Dekokt

Festere und dickere Pflanzenbestandteile wie Wurzeln, Zweige und Rinden werden als Dekokt zubereitet.

Dazu wird das Pflanzenmaterial in einen Topf gegeben und reichlich mit Wasser bedeckt. Dann stellt man es auf den Herd, bringt es zum Kochen und lässt es 20 Minuten sachte vor sich her köcheln.  

Abfiltern und fertig.

Wichtige Utensilien, um Kräutertee richtig zu kochen

  • Teekanne oder Tasse aus Glas oder Keramik
  • Wasserkocher oder Topf
  • Sieb oder Teesocke (optional)

Verzichte auf ein „Tee-Ei“. Es ist besser, wenn das Pflanzenmaterial nicht zu gequetscht ist, sondern sich ein bisschen ausbreiten kann.

Verzichte auch auf Plaste. Warme Wassertemperaturen können die Weichmacher im Plastik herauslösen und die wollen wir nicht im Tee haben.

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Teebeutel oder losen Tee? Was ist besser?

Loser Tee! Keine Frage!

Je kleiner das Pflanzenmaterial gemahlen oder geschreddert ist, desto schneller gehen die Wirkstoffe verloren.

Teebeutel stehen direkt nach der Produktion schon einige Zeit im Lager und dann im Ladenregal, bevor sie in deiner Tasse landen. Auf richtig gute Qualität kannst du bei Teebeuteln nicht setzten – seien sie noch so teuer und das Marketingversprechen noch so gewitzt.

Wenn du mit deinem Kräutertee eine bestimmt Wirkung erzielen willst, kommst du auf loses Pflanzenmaterial nicht drum rum.

Achte außerdem darauf, dass sie aus biologischem Anbau oder aus kontrollierter Wildsammlung kommen. So gehst du sicher, gute Qualität zu kaufen, die frei von Pestiziden ist.

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Frische oder getrocknete Kräuter?

Wenn Kräuterzeit ist und du leckeren Salbei, Thymian, Rosmarin oder fische Minze im Garten, auf deinem Balkon oder im Fensterbrett hast, dann benutz sie frisch. Es schmeckt einfach so, so unvergleichlich lecker!

Von der Wirkweise her, stelle ich allerdings keinen Unterschied fest. Ein Heiltee aus qualitativ hochwertigen Kräutern wirkt genauso gut, wie ein Tee aus frischen Kräutern.

Wie lange muss man den Tee ziehen lassen?

Als Faustregel kannst du dir merken, dass je feiner das Pflanzenmaterial ist, desto schneller die Wirkstoffe in das Wasser übersiedeln.

Ungefähre Richtwerte sind:

  • bei Blüten 7-10 Minuten
  • bei Blätter 10-15 Minuten
  • und bei Wurzeln und Rinden 15-20 Minuten

Wie viel Kräutertee sollte pro Tag getrunken werden?

Der Körper braucht eine gewisse Menge an Wirkstoffen, um reagieren zu können. Eine Tasse Tee pro Tag reicht dazu nicht aus.

Wer auf Teeheilkunde setzt, sollte 3 Tassen (oder 750ml) Tee über den Tag verteilt trinken.

 

Kleiner Tipp:

Bereite direkt morgens die Menge für den ganzen Tag vor und halte ihn in einer Thermoskanne warm. Das macht weniger Arbeit und es dadurch leichter.

Der Tee schmeckt bitter: darfst du ihn süßen?

Nein. (Sorry)

Bitterstoffe sind extrem wichtig für unseren Körper. Sie halten uns gesund!

In der Nahrungsmittelindustrie sind über Jahrzehnte die Bitterstoffe herausgezüchtet worden und dadurch nehmen wir mit der täglichen Nahrung nicht mehr genügend Bitterstoffe auf.

Die Bitterstoffe im Kräutertee wirken z.B. auf Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Haut, bei Melancholie und auch auf die Haut.

Ist dir der Tee zu bitter, halte durch! Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an die Bitterstoffe und was dir gestern noch ekelhaft vorkam, wird nächste Woche schon völlig normal sein.

Dein Körper wird dir schnell zeigen, dass er es mag und „Lust-auf-bitter“-Signale senden.

Und noch nebenbei: Das Gegenmittel zu bitter ist nicht süß, sondern sauer.

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Dein Kräutertee wirkt nicht? Daran könnte es liegen:

  • Blätter oder Blüten mit kochendem Wasser überbrüht
  • Wurzeln nicht kochen lassen
  • Keinen Kaltauszug gemacht
  • Nicht genügend Tee getrunken
  • Nicht die passende Heilpflanze gewählt
  • Nicht lange genug gewartet (die Wirkstoffe brauchen etwas Zeit, um im Körper zu wirken)
  • Teebeutel benutzt statt losen Tee

Alternativen zur Teetherapie

Manche Menschen haben keine Lust, sich die Zeit zu nehmen, den Tee zu kochen. Andere sind viel unterwegs und finden den Tee nicht praktisch, weil sie aus dem Koffer leben.

Eine sehr gute Alternativen zur Teetherapie sind Tinkturen. Das sind alkoholische Pflanzenwirkstoffauszüge, die man tropfenweise nimmt. Dadurch ist der Zeitaufwand extrem reduziert, aber die Wirkstoffe sind trotzdem am Start.

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