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Pflanzen-Frischpresssäfte selber machen: Kräuter richtig entsaften

 

 

 

 

 

 

Foto: Diana Light

Pflanzen-Frischpresssäfte selber machen: Kräuter richtig entsaften

Hast du schon mal Pflanzensäfte selbst gepresst? Ich sag dir, das schmeckt besser, als alles, was man kaufen kann. … Abgesehen davon, dass kein gekaufter Saft die Nährstoffqualität eines frischen, selbst gemachten Kräutersaftes toppen kann (und das ist normal).

Ich mach grad eine Brennnessel-Frischpresssaft-Kur und weil ich begeistert davon bin, will ich dir in diesem Artikel ein bisschen mehr über selbstgemachte Frischpresssäfte aus Kräutern erzählen. Vor allem, warum sie so gesund sind und welches Gerät ich dafür nutze - denn damit steht oder fällt das Projekt « Kräuter entsaften »: Nicht jeder Entsafter ist stark genug für solche faserreichen Materialien.

Aber was sind Pflanzen-Frischpresssäfte überhaupt und warum sind sie gesundheitlich gesehen interessant?

Bei Frischpresssäften gibt man die Kräuter (oder auch Gemüse und Obst) in einen dafür geeigneten Entsafter und presst den frischen Pflanzensaft aus den Zellen heraus. (Weiter unten erzähl ich dir, welche Maschine ich nutze.) Der Saft und die unverdaulichen Pflanzenfasern werden dabei voneinander getrennt, was den Saft leicht verdaulich macht.

Das Besondere an dieser Technik ist, dass man dadurch viel leichter größere Mengen an lebendigem Grün in seinen Speiseplan integrieren kann, denn in solch einem Saft sind größere Mengen frischer Kräuter, als man essen oder in einen Smoothie geben würde.

PLUS: Je nachdem, welche Kräuter, Wildpflanzen oder grünen Gemüse man entsaftet, enthält so ein Saft eine ganze Reihe interessanter Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel Vitamine, basenbildende Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium oder Calcium, verschiedene Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Chlorophyll.

Kann ich nicht einfach einen Kräutersmoothie trinken?

Doch, natürlich kannst du das. Aber gerade bei Kräutern, Wildpflanzen und anderem faserreichen Grünzeug hat Frischpresssaft einen klaren Vorteil: Er ist deutlich konzentrierter und gleichzeitig viel leichter zu trinken und zu verdauen. Um dieselbe Menge Kräuter als Smoothie unterzubringen, musst du meist mehr Volumen, und somit mehr Fasern und oft auch mehr geschmacklichen Widerstand in Kauf nehmen.

Ein Frischpresssaft funktioniert anders. Du bekommst die Pflanzenstoffe in kompakter Form, ohne die groben Fasern mittrinken zu müssen. Genau dadurch lässt sich viel mehr Grün in den Alltag einbauen, ohne dass man nach einem Glas schon das Gefühl hat, genug für zwei Mahlzeiten gehabt zu haben. Für mich ist das der entscheidende Punkt, denn durch die Kräuter kann ich mein « Basenkonto » auffüllen und den Säure-Basen-Haushalt unterstützen.

Gerade Kräuter und faserreiches Gemüse machen als Smoothie schnell einen vollen Bauch, weshalb Frischpresssäfte da für mich eindeutig die bessere Lösung sind. Durch ihre hohe Nährstoffdichte ist man zwar lange satt, aber sie geben einem nicht das Gefühl, dass man gleich platzt.

Foto: K15 Photos Unsplash

Welche Kräuter eignen sich für Frischpresssäfte?

Wenn du die richtige Maschine hast, eignen sich grundsätzlich viele frische Kräuter und Wildpflanzen zum Entsaften. (Welche Maschine ich verwende, erzähle ich dir weiter unten.)

Wichtig ist vor allem, dass die Kräuter frisch, sauber und für den Verzehr geeignet sind. Ich finde, am Anfang lohnt es sich, mit Kräutern zu starten, die du gut kennst und geschmacklich einschätzen kannst. Das Geschmackspektrum reicht von mild bis sehr intensiv.

Ich mag zum Beispiel gerne Brennnesseln, aber es eignen sich auch:

  • Spitzwegerich,
  • Vogelmiere,
  • Löwenzahn
  • wilder Feldsalat
  • Knoblauchsrauke
  • Schaumkräuter
  • Giersch
  • frische Lindenblätter
  • Minze
  • Melisse
  • Basilikum
  • Ingwer
  • Kurkuma
    … und viele mehr.

Und natürlich kannst du die Kräuterpresssäfte mit Gemüse und / oder Obst mischen. Beachte dabei die 80/20-Regel: 80% Gemüse und Kräuter, max. 20% Obst.

Gemischt oder pur?

Beides geht - du kannst dich geschmacklich voll austoben. Ich persönlich mag gerne Mischungen und trinke zur Zeit jeden Tag ein Glas aus ganz viel Brennnessel, Apfel, Karotte, Ingwer und Kurkuma.

Foto: Kevin Doran

Die Technik dahinter: Warum die Art des Entsaftens entscheidend ist und worauf du achten musst

Gerade bei Kräutern, Blattgemüse und anderen faserreichen Pflanzen macht die Technik einen enormen Unterschied! Ein guter Entsafter presst das Pflanzenmaterial mittels einer Walze gründlich aus, statt es nur zu zerkleinern und halb feucht wieder auszuspucken. Genau deshalb kommt es nicht einfach auf irgendein Gerät an, sondern auf einen Entsafter, der für solche Zutaten wirklich gemacht ist!

Worauf ich achten würde:

  • eine hohe Saftausbeute
  • eine starke Pressleistung
  • robuste Materialien
  • und eine Bauweise, die auch mit feinen Blättern, Stielen und Fasern gut klarkommt.

Genauso wichtig ist, dass sich das Gerät im Alltag bewährt, also zuverlässig arbeitet, nicht ständig verstopft und sich am Ende auch ordentlich reinigen lässt.

Wenn man regelmäßig Pflanzen-Frischpresssäfte machen möchte, lohnt sich ein guter Entsafter deshalb wirklich. Er holt mehr aus den Pflanzen heraus, arbeitet sauberer und macht das ganze Thema dadurch deutlich alltagstauglicher.

Welches Gerät ich nutze und warum

Ich nutze für meine Pflanzen-Frischpresssäfte den Angel Juicer 7500. Und ganz ehrlich: Gerade bei Kräutern und anderen faserreichen Pflanzenmaterialien macht das Gerät für mich einen riesigen Unterschied!

Viele Entsafter kommen bei solchen Zutaten schnell an ihre Grenzen bzw. entsaften die Kräuter kaum oder verstopfen. Der Angel Juicer 7500 ist dagegen genau für diese Art von Arbeit gemacht.

Seine Besonderheit sind zwei langsam rotierende Presswalzen, die die Kräuter (und alles andere, was ich durch die Maschine jage) besonders gründlich auspressen. Dadurch ist die Saftausbeute sehr hoch, der Trester kommt eher trocken heraus und auch feine Blätter, Stiele und Fasern lassen sich deutlich besser verarbeiten, als mit einfacheren Geräten.

Gerade wenn man regelmäßig mit Kräutern arbeitet, merkt man schnell, wie viel das ausmacht und wie angenehm es ist, wenn man eine Maschine hat, die gut arbeitet und nicht dauernd verstopft oder heiß wird.

Dazu kommt die langsame, schonende Arbeitsweise. Die Presswalzen laufen mit niedriger Drehzahl, was für eine ruhige Verarbeitung sorgt und besonders bei grünen Säften ein großer Vorteil ist. Der Saft wird sehr fein, gleichmäßig und fast fruchtfleischfrei.

Vorauf ich auch achte, ist die Verarbeitung. Der Angel Juicer 7500 ist komplett aus lebensmitteltauglichem Edelstahl gebaut. Er ist robust, scheint langlebig zu sein und macht auch rein optisch einen hochwertigen Eindruck. … Ich glaube, dafür sind die Angle Juicer auch bekannt. Jedenfalls hebt der Hersteller genau diese Materialqualität und Langlebigkeit selbst hervor.

Auch bei der Auswahl an Zutaten ist der Angel Juicer sehr breit aufgestellt: Er eignet sich nämlich nicht nur für Kräuter und Blattgrün, Obst oder Wurzeln, sondern auch für Nussmilch, Tofu und mit dem passenden Zubehör selbst für Sorbets.

Was in meinen Augen außerdem für ihn spricht: Er ist leise, lässt sich in sehr wenigen Handgriffen zerlegen und leicht wieder sauber machen. Und genau deshalb nutze ich ihn gerne.

Gutschein für dich

Falls du schon länger mit einem richtig guten Entsafter für Kräuter, Gemüse, Obst und Nussmilch liebäugelst, kann ich den Angel Juicer von Herzen empfehlen. Deshalb habe ich mich für deren Partnerprogramm angemeldet und mit dem Rabattcode RUBY bekommst du 10% auf den kompletten Shop: https://bit.ly/angel-juicer-rabattcode-RUBY

Für den Angel Juicer 7500 gibt es aktuell 100€ Ermäßigung und mit meinen Rabattcode noch mal zusätzlich -10%.

Rabattcode: RUBY

Das Zubehör des Angel Juicer 7500

die robusten Zwillingspresswalzen aus Edelstahl

der Angel Juicer 7500 aufgebaut

frische Brennnesseln für meinen Saft

Das Gerät zieht die Brennnessel super schnell in die Walze.

der frische Brennnesselsaft

rechts der Trester > trockne ich und verwende es anschließend als Topping auf Essen

die Bedienungstasten

Pflanzen-Frischpresssaft zu Hause selber machen - So geht’s Schritt für Schritt

Pflanzen frisch zu pressen ist kein Hexenwerk. Wenn du ein gutes Gerät hast, geht es schnell, sauber und ziemlich routiniert.

 

1. Die richtigen Zutaten auswählen

Am besten funktioniert es mit möglichst frischen Zutaten, denn die enthalten mehr Flüssigkeit, der aus den Zellen gepresst werden kann. Kräuter, Gemüse und Wildpflanzen sollten sauber, knackig und nicht schon halb welk sein. Ich wasche alles ab und schneide größere Zutaten bei Bedarf etwas kleiner, damit der Entsafter gleichmäßig arbeiten kann.

2. Sinnvolle Kombinationen bilden

Ich kombiniere gerne wasserreiche und faserige Zutaten miteinander. Kräuter und Blattgemüse lassen sich je nach Saison zum Beispiel gut mit Gurke, Tomate, Apfel oder Karotte verbinden. Durch die wasserreichen Zutaten hat man am Ende etwas mehr Saft. Wenn du gerne kleine Shots magst, kannst du die Kräuter aber auch pur trinken.

3. In der richtigen Reihenfolge entsaften

Ich entsafte nicht alles auf einmal, sondern gebe die Zutaten nach und nach hinein. Dabei ist es sinnvoll, weiche und festere Zutaten abzuwechseln. Kräuter gebe ich mit dem Stiel zuerst in den Entsafter. Dadurch werden sie super gut in die Maschine gezogen und sehr gut verarbeitet.

4. Saft direkt trinken oder kurz lagern

Am besten ist es, den Saft direkt nach dem Pressen zu trinken. Dann ist er einfach am frischesten. Wenn du ihn nicht sofort trinken möchtest, solltest du ihn möglichst luftdicht abfüllen und in den Kühlschrank stellen. So bleibt er noch ein paar Stunden frisch.

5. Gerät direkt reinigen

Was im Alltag wirklich einen Unterschied macht: den Entsafter direkt nach dem Pressen sauber machen. Wenn der Trester erst antrocknet, wird es unnötig mühsam. Frisch geht die Reinigung deutlich schneller und man nutzt das Gerät auch langfristig viel regelmäßiger. Den Trester werfe ich übrigens nicht immer weg. Man kann ihn auch trocknen und später über’s Essen streuen oder in Suppen geben. Gerade bei Kräutern und Gemüse ist das eine schöne Möglichkeit, noch mehr von den Pflanzen zu nutzen.

Was ich dir mitgeben möchte

Pflanzen-Frischpresssäfte sind für mich keine komplizierte Gesundheitsroutine, sondern eine einfache Art, noch mehr frische Kräuter, Wildpflanzen und grünes Gemüse in den Alltag zu bringen. Genau das macht sie für mich so wertvoll: Sie sind ursprünglich, konzentriert und mit dem richtigen Gerät erstaunlich unkompliziert und schnell hergestellt.

Wichtig ist nur, dass der Entsafter zu den Zutaten passt. Gerade bei Kräutern und faserreichen Pflanzen entscheidet das darüber, ob das Pressen Spaß macht oder schnell wieder im Schrank verschwindet. Wenn du dir den Angel Juicer 7500 anschauen möchtest: Den Rabattcode mit 10% Ersparnis findest du oben in der türkisfarbenen Infobox.

Interessiert dich besonders der basenbildende Aspekt von Frischpresssäften? 

Dann könnte auch meine Basenfasten-Kur mit Heilpflanzen genau das Richtige für dich sein.

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Gemeine Hasel – bringt Körper & Gefühle wieder ins Fließen bringt

 

 

 

 

 

 

Foto: Ruby Nagel

Die gemeine Hasel - wie sie den Körper und die Gefühle wieder ins Fließen bringt

… und meine Eselsbrücke dazu.

Bestimmt kennst du das: Manchmal fühlt sich im Körper alles wie festgefahren an. Schwer und träge und irgendwie wie erstarrt.

→ Das ist der Moment, wo sich ein kleiner Ausflug zur Gemeinen Hasel (Corylus avellana), denn sie bringt alles wieder ins Fließen. 

Sie ist eine der ersten Pflanzen im Jahr, die aus der Winterruhe erwacht. Zwar ganz still und unaufgeregt, aber wie ich finde mit einer klaren Botschaft: → nämlich Bewegung bringt Erneuerung.

Für wen ist dieser Artikel?

Dieser Text ist für dich, wenn du:

  • Pflanzen nicht nur vom Kopf her verstehen willst, sondern ihr Wesen besser kennenlernen möchtest

  • dich für natürliche Entgiftungs-, Reinigungsprozesse und Entlastung interessierst

  • spürst, dass dein Körper oder deine Gefühle gerade mehr Fluß und Bewegung brauchen

  • dir Heilpflanzenwissen herleiten willst, statt es auswendig zu lernen

Doch first Things First: Wie erkenne ich die Hasel in der Natur?

Die Hasel wächst gerne an feuchten Standorten; oft in der Nähe von Bächen oder auch dort, wo Wasser unterirdisch fließt. Genau so einen Ort gibt es hier bei mir: ein kleiner Bachlauf, der früher unsere Mühle angetrieben hat. (Kannst du im Video sehen.)

Typisch für die Hasel sind (bzw. daran erkennst du sie in dem Stadium, in dem sie noch keine Blätter hat):

  • mehrere Stämme, die direkt aus dem Boden wachsen

  • eine graubraune, meist glatte Rinde

  • kleine längliche Striche in der Rinde - sogenannte Lentizellen

  • und im frühen Frühjahr die gelben, „kommaförmigen“ Blütenkätzchen, die herunterhängen

Diese Kätzchen sind die männlichen Blüten, gefüllt mit Millionen Pollenkörnern.
Die weiblichen Blüten dagegen sind winzig, nur so groß wie ein kleiner Zehennagel, oft auch noch kleiner - kleine Knospen mit einer niedlich pinken Narbe. → Aus ihnen entstehen später die Haselnüsse.

Komm, ich zeig dir ein paar Fotos:

mehrere Stämme kommen aus dem Boden

graubraune, meist glatte Rinde

die länglichen Striche sind die Lentizellen

ein junger Ast

die männlichen Kätzchen mit den Pollen

die weibliche Blüte

Warum gilt die Hasel als Vorbotin des Frühlings?

Sobald die Hasel blüht, kannst du dir sicher sein: Der Frühling ist unterwegs.

Sie gehört zu den ersten Pflanzen, die aktiv werden, noch bevor viele andere überhaupt erwachen. Deshalb gilt sie seit jeher als Vorbotin des Frühlings.

Und genau das passt auch perfekt zu ihrer Wirkung: Bewegung reinbringen und einen zum Aufblühen bringen. Ganz wie der Frühling selbst.

Was hat die Hasel mit Wasser zu tun?

Sehr viel! … Und hier liegt - wie ich finde - der Schlüssel zum Verständnis dieser Pflanze.

Die Hasel liebt Wasser und feuchte Standorte. Das Wasser muss dabei nicht sichtbar sein… oft fließt es unterirdisch.

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass früher Haselruten genutzt wurden, um Wasseradern aufzuspüren. Manche Menschen machen das bis heute.

→ der wassernahe Standort, ins Fließen bringen, Bewegung - dieses Thema zieht sich durch die ganze Pflanze!

Standort am Bach. Gerade hat es viel geregnet und der Bach ist angeschwollen. 

Welche Wirkung hat die Hasel auf Nieren und Blase?

Es ist oft so, dass Pflanzen mit starkem Wasserbezug häufig auf die Nieren, die Blase und somit auch auf die Harnausscheidung Einfluss haben. 

💡 Die Hasel unterstützt den Körper dabei, wasserlösliche Stoffe auszuleiten → also genau das, was über den Urin ausgeschieden wird.

Dazu gehören unter anderem:

  • entzündungsfördernde Stoffe

  • Harnsäure (Stichwort Gicht)

  • Stoffwechsel-Abbauprodukte

Deshalb passt die Hasel besonders gut zu:

  • Frühjahrskuren / Detoxkuren

  • bei Blasenentzündungen

  • gestauter Lymphe
  • oder auch Themen wie Rheuma, Gicht oder Stoffwechselbelastungen

Kurz gesagt:
Sie spült den Körper schön durch.

Siehst du die kleinen gelben Punkte? Dort sitzen die Pollen.

Warum ist Durchfluss so entscheidend für unsere Gesundheit?

Der Zusammenhang ist einfach (und eigentlich auch logisch):

→ Wenn wir Belastendes loswerden wollen,
muss der Körper frei fließen können.

Alles, was wasserlöslich ist, kann nur dann ausgeschieden werden, wenn:

  • ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist (deshalb ist ausreichend zu trinken auch so wichtig!)

  • die Nieren gut arbeiten

  • es keine inneren Stauungen bestehen

→ Genau hier setzt die Hasel an. Ganz konsequent.

Welche Wirkung hat die Hasel auf unsere Gefühle?

Wasser steht nicht nur für körperliche Reinigung, sondern auch für Gefühle.

Sicherlich kennst du Sprichwörter wie:

  • „nah am Wasser gebaut sein“

  • „schnell gerührt sein“

  • „etwas fließen lassen können“

💡 Die Hasel unterstützt dort, wo Gefühle erstarrt, blockiert oder festgehalten sind.
Sie bringt Bewegung hinein, meist sanft und ohne aufzuwühlen.

Für mich ist sie deshalb auch eine Pflanze für Menschen, die:

  • viel zurückhalten

  • emotional feststecken

  • das Gefühl haben, innerlich nicht mehr richtig in Bewegung zu sein

Wie merke ich mir die Wirkung der Hasel besonders leicht?

Mit einer einfachen Eselsbrücke:

Standort Wasser → fließt → spült durch

  • Standort am Wasser

  • Haselrute zum Finden von Wasseradern

  • Wirkung auf Nieren und Blase

  • Ausleitung belastender Stoffe

  • emotionale Bewegung

💡 So wird aus Beobachtung echtes Verstehen - ganz ohne Auswendiglernen.

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Wenn du Pflanzen nicht nur oberflächlich, sondern in ihrer Tiefe kennenlernen willst, dann ist mein Kräuterkurs „Mein Kräuterjahr“ genau richtig für dich.

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Digitaler Detox mit Kräutern: für ein ruhigeres Nervensystem

 

 

 

 

 

 

Foto:Getty Image

Digitaler Detox mit Kräutern: für ein ruhigeres Nervensystem

Unser digitales Leben zwischen Inspiration und Überforderung

Viele Menschen tragen heute ihr halbes Leben in der Hosentasche. Das Smartphone liegt selten weiter entfernt als eine Armlänge. Es organisiert den Alltag, beantwortet Fragen in Sekunden und liefert ständig neue Impulse. Das ist praktisch, aber am Ende des Tages oft auch belastend.

Denn gleichzeitig höre ich immer wieder von den Menschen in meinen Beratungen, von einer inneren Unruhe, die sich besonders abends zeigt.

Der Tag ist vorbei, der Körper ruht, doch innerlich bleibt alles auf Empfang.

Gedanken laufen weiter, der Griff zum Handy passiert fast automatisch. Abschalten fällt schwer, obwohl eigentlich nichts mehr ansteht.

Genau hier zeigt sich das Dauer-ON-Sein vieler Menschen.

Reize hören kaum noch auf, Pausen werden gefüllt und Stille wirkt ungewohnt.

Das Nervensystem bleibt in einer ständigen Alarmbereitschaft, wodurch Regeneration oberflächlich wird.

Müdigkeit im Kopf und innere Getriebenheit sind häufige Folgen.

Mit digitalem Detox setzt man genau an diesem Punkt an. Als bewusste Entscheidung, dem Körper wieder klare Signale für Ruhe zu geben!

Foto: Olivie Strauss

Warum Heilpflanzen ein natürlicher Gegenpol zur digitalen Welt sind

Heilpflanzen folgen anderen Gesetzmäßigkeiten als digitale Systeme.

Pflanzen wachsen langsam, sie orientieren sich an Zyklen, Jahreszeiten und natürlichen Rhythmen.

Eine Beziehung zu ihnen entsteht über Zeit, Beobachtung und Erfahrung, nicht über schnellen Konsum.

Genau darin liegt ihre Kraft als Ausgleich zum digitalen Alltag.

Sobald Hände Erde berühren oder frische Kräuter zwischen den Fingern zerrieben werden, verändert sich etwas. Der Duft steigt auf, Geräusche werden leiser, der Blick wird weiter. Aufmerksamkeit sammelt sich ganz von selbst im Moment.

Ich bekomme oft die Rückmeldung, dass Menschen in diesen Augenblicken zum ersten Mal seit Langem wieder richtig im Körper ankommen.

Der Kopf wird ruhiger, die Sinne wacher, die Zeit fühlt sich plötzlich weniger gedrängt an.

 

Und eigentlich ist das ganz logisch:

Heilpflanzen lassen sich nicht nebenbei konsumieren. Wer eine Pflanze sammeln oder verarbeiten möchte, muss stehen bleiben. Genau hinschauen. Riechen, fühlen, prüfen, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Eine Pflanze wird nicht schneller, nur weil der Terminkalender voll ist oder es gerade praktisch wäre. Sie wartet nicht, sie drängt nicht, sie bleibt einfach in ihrem eigenen Rhythmus mit der Natur.

Die Herumwerkeln mit Heilpflanzen verlangsamt ganz automatisch: Eine Salbe rührt sich nicht von selbst, ein Tee entsteht nicht auf Knopfdruck und manche Pflanzen brauchen Tage oder Wochen, bis sie weiterverarbeitet werden können.

Manche Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, berichten mir dann, wie ungewohnt dieses Tempo geworden ist.

Dann wird die Ungeduld sichtbar und der Wunsch, alles sofort fertig zu haben (geprägt durch einen Alltag, in dem fast alles jederzeit verfügbar ist).

Mit der Zeit entsteht jedoch ein neues Gefühl für Timing, für Pausen und für das, was gerade wirklich dran ist.

Wer regelmäßig mit Heilpflanzen zu tun hat, beginnt auch im Alltag früher zu spüren, wann genug Input da ist und wann es Zeit für Rückzug wird.

Pausen fühlen sich weniger wie Unterbrechungen an und mehr wie etwas Notwendiges.

Der Körper bekommt wieder klare Signale für Ruhe, und das Nervensystem darf Schritt für Schritt aus dem Dauer-Alarmmodus aussteigen.

Heilpflanzen schaffen so ganz praktisch einen Gegenpol zur ständigen Beschleunigung und öffnen einen Raum, in dem echte Regeneration wieder möglich wird.

Viele wünschen sich an dieser Stelle einen klaren Rahmen und Begleitung, statt alles selbst zusammensuchen zu müssen. (Auch das macht, dass man weniger online ist.)

Foto: Annie Spratt

5 Wege, auf welche Weise Heilpflanzen deinen digitalen Detox unterstützen können

weil sie das Nervensystem regulieren

→ Ein abendlicher Kräutertee markiert einen klaren Übergang vom Tag in die Ruhe.

→ Düfte wie Lavendel, Melisse oder Rose wirken direkt über den Geruchssinn beruhigend.


→ Kräuterkissen oder Öle setzen sanfte Impulse, die Sicherheit und Entspannung fördern.

 

Man macht wieder mehr eins nach dem anderen statt Multitasking

→ Multitasking fordert ein ohnehin überreiztes Gehirn zusätzlich.


→ Die Arbeit mit Heilpflanzen folgt klaren, einfachen Abläufen und das entlastet den Kopf und bringt spürbar mehr Ruhe. 

Foto: Natalie Sym

sie schaffen ein sinnliches Erleben statt Reizüberflutung

→ Zeit draußen beim Sammeln reduziert Reize ganz von selbst.


→ Beobachten, Schmecken und Riechen holen aus dem Kopf zurück in den Körper.


→ Langsame, überschaubare Sinneseindrücke beruhigen statt zu überfordern.

 

sie schenken kleine, analoge Rituale statt digitales Dauerscrollen

→ Tee, Räuchern oder Pflanzenpflege füllen Leerlaufmomente sinnvoll.


→ Diese Rituale ersetzen Scrollen durch Handlung, nicht durch Disziplin.


→ Die Wiederholung davon schafft neue, ruhige Gewohnheiten.

 

Foto: Marc Pell

Selbstwirksamkeit und das gute Gefühl, dir selbst helfen zu können

→ Zu wissen, was dir guttut, nimmt Druck aus dem Alltag.


→ Kleine Anwendungen stärken Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.


→ Selbstwirksamkeit wirkt stabilisierend in einer reizreichen Welt!

Digitaler Detox heißt bewusste Nutzung statt Rückzug

Digitaler Detox heißt nicht, das Internet aus dem eigenen Leben zu streichen oder sich komplett zurückzuziehen.

Das Internet bringt natürlich auch viele Vorteile mit sich: Wissen ist schnell verfügbar, Austausch kann bereichernd sein und Lernen lässt sich heute viel flexibler in den Alltag einbauen als früher.

Entscheidend ist die bewusste Auswahl.

Was möchte ich wirklich nutzen, und was überfordert mich eher?

Denn Scrollen auf dem Sofa fühlt sich oft wie Pause an, ist für Körper und Nervensystem aber selten echte Erholung.

Digitaler Detox lädt dazu ein, innezuhalten und Gewohnheiten zu hinterfragen, ohne alles infrage zu stellen.

Foto: Getty Image

Mein Vorschlag für dich: Eine heilpflanzliche Offline Routine für deinen Alltag

Eine heilpflanzliche Offline-Routine muss weder kompliziert noch zeitaufwendig sein.

Schon ein täglich zubereiteter Kräutertee, das Pflegen einer Pflanze oder ein kurzer Moment des Innehaltens durch einen Duft oder durch kräuterige Hautpflege kann zu einem Anker im Alltag werden.

Diese klitzekleinen Rituale schaffen Räume, in denen dein Nervensystem zur Ruhe kommen darf und du dich wieder mit deinem Körper und der Natur verbindest.

Nicht als weitere Aufgabe auf deiner To-do-Liste, sondern als nährender Ausgleich zur digitalen Welt.

Hier sind konkrete, leicht umsetzbare Beispiele:

∞ Morgendliches Tee-Ritual
: Den Tag mit einer bewusst zubereiteten Tasse Kräutertee beginnen – ohne Handy, dafür mit ein paar tiefen Atemzügen und einem kurzen Innehalten.

∞ Digitale Pause mit Pflanzenkontakt
: Zwischen zwei Online-Phasen kurz nach draußen gehen, eine Pflanze berühren, an Kräutern riechen oder ein paar Minuten im Grünen verbringen.

∞ Abendliches Runterfahren mit Heilpflanzen
: Statt Scrollen am Abend eine beruhigende Pflanze als Tee oder Duft nutzen und den Tag bewusst abschließen.

∞ Pflanzenpflege als Offline-Zeit
: Kräuter gießen, umtopfen oder pflegen - eine einfache Tätigkeit, die Präsenz und Ruhe fördert.

∞ Wöchentliche Kräuterzeit: 
Ein fester Termin in der Woche zum Mischen von Tees, Vorbereiten oder Sortieren von Vorräten, entdecken in deiner unmittelbaren Umgebung.

∞ Pflanzenwissen statt Scrollen: Ein paar Seiten in einem Kräuterbuch lesen oder Notizen machen, statt durch Feeds zu gehen.

Warum echtes Heilpflanzenwissen mehr ist als Googeln

Online lassen sich viele Informationen zu Heilpflanzen finden. Was dabei oft fehlt, ist das Erleben.

Wissen, das nur gelesen wird, bleibt im Kopf.

Erst durch Ausprobieren, Anwenden und eigene Erfahrung rutscht es tiefer, ins Herz. Und erst hier ist es wirklich deins und unbezahlbar. 

Und genau hier wächst Sicherheit!

Wer Heilpflanzen erlebt, entwickelt Vertrauen im Umgang mit ihnen und ein Gefühl dafür, was wirklich passt.

Begleitung kann diesen Prozess deutlich erleichtern und ein klarer Rahmen spart deutlich Zeit, nimmt Unsicherheit und vertieft das Verständnis. … Auch dadurch wirst du weniger Zeit online verbringen. 

Einladung: Heilpflanzen als Weg zu innerer Balance lernen

Wenn du das Internet bewusst dazu nutzen möchtest, mehr über die Wild- und Heilpflanzen deiner Umgebung zu lernen, lade ich dich ein, dich von mir im Onlinekurs „Mein Kräuterjahr“ begleiten zu lassen.

Der Kurs bietet einen klaren Rahmen, der Orientierung gibt und dir hilft, Wissen Schritt für Schritt in deinen Alltag zu integrieren.

Viele wünschen sich genau das: lernen, ohne sich zu überfordern.

Im Kurs wird digitales Lernen bewusst genutzt, nicht als zusätzliche Reizquelle, sondern als strukturierter Raum. Genau so wird Wissen lebendig, rutscht ins Herz und hilft dir im echten Leben.

👉 Hier findest du alle Infos zum Kurs: https://rubynagel.com/kraeuterkurs-online-mein-kraeuterjahr/ 

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3 Tipps, um den Blutzucker konstant zu halten

Foto: beauty_of_nature von Pixabay

3 Tipps, um den Blutzucker konstant zu halten

Warum ist ein stabiler Blutzuckerspiegel wichtig?

Der Blutzuckerspiegel zeigt an, wieviel Glukose (Zucker) sich zum Moment der Messung im Blut befindet. Glukose ist einer der wichtigsten Energielieferanten des Körpers. Er versorgt unsere Zellen mit der notwendigen Energie, um alltägliche Funktionen zu erfüllen. Schwankungen im Blutzuckerspiegel können jedoch erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Ein zu hoher Blutzucker, auch als Hyperglykämie bezeichnet, kann langfristig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenschäden führen.

Andererseits kann ein zu niedriger Blutzucker, bekannt als Hypoglykämie, zu Symptomen wie Müdigkeit, Schwindel, Zittern und in extremen Fällen sogar zu Bewusstlosigkeit führen.

Ein stabiler Blutzuckerspiegel hilft u.a., die Energie gleichmäßig über den Tag verteilt zu liefern, die Stimmung zu stabilisieren und Heißhungerattacken zu vermeiden.

Menschen, die ihren Blutzucker im Gleichgewicht halten, berichten oft,

  • dass sie sich besser konzentrieren können,
  • ihre Laune besser ist
  • und sie sich insgesamt gesünder und fitter fühlen.

Es gibt verschiedene Ansätze, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. In diesem Artikel möchte ich dir 3 leicht umsetzbare Tipps dafür geben.

Tipp 1: Zimt zur Regulierung des Blutzuckers

Foto: Leopictures von Pixabay

Zimt schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch ein super Mittel um den Blutzucker zu senken und zu regulieren.

Was in der traditionell chinesischen Medizin schon lange bekannt ist, wird mittlerweile auch durch Studien belegt.

Zimt enthält bioaktive Verbindungen, die direkt auf die Insulinrezeptoren der Zellen wirken und so die Zuckeraufnahme in die Zelle fördern. Geht der Zucker in die Zelle über, wird der Zuckerspiegel im Blut gesenkt.

Das Ganze hat noch einen zweiten Vorteil: Da der Zimt die Aufgabe übernimmt, den Zucker in die Zelle zu befördern, muss der Körper weniger Insulin ins Blut ausschütten. Und hier ist die gute Nachricht: Je geringer der Insulin-Spiegel im Blut, desto eher bauen sich Fettreserven im Körper ab!

Aber Achtung: Zimt ist nicht gleich Zimt: Die Qualität spielt eine entscheidende Rolle. Außerdem sollte man Ceylon-Zimt und keinen Kassia-Zimt nutzen, denn Kassia-Zimt kann in größeren Mengen der Leber schädigen.

Eine einfache Möglichkeit, Zimt in die Ernährung zu integrieren, ist die tägliche Zugabe von einem 1/2 TL zu Speisen wie Haferbrei, Smoothies oder Kaffee.

 

Gute Qualität findest du z. B. in der Herbathek*

Tipp 2: Bewegung als Schlüssel zur Blutzuckerstabilität

Foto: Petra Pezibear von Pixabay

Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein weiterer entscheidender Faktor, um den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Bewegung erhöht die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin, was bedeutet, dass Glukose effizienter aus dem Blut in die Zellen transportiert wird, wo sie als Energie genutzt werden kann.

Es gibt verschiedene Arten der Bewegung, die besonders effektiv sind, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren:

Spaziergänge:

Spaziergänge sind eine der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Bewegungsformen. Schon ein 30-minütiger Spaziergang nach dem Essen kann dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu senken!
Die Bewegung aktiviert die Muskulatur, die wiederum Glukose aus dem Blut aufnimmt. Spaziergänge sind besonders für Menschen geeignet, die gerade erst mit regelmäßiger Bewegung beginnen oder aus gesundheitlichen Gründen keinen intensiveren Sport treiben können.

Auch Treppensteigen, « Laufen statt Fahren » oder Tanzen können dir helfen, mehr Bewegung in deinen Alltag einzuladen.

Krafttraining:

Krafttraining ist eine hervorragende Methode, um den Blutzucker langfristig zu kontrollieren. Durch den Aufbau von Muskelmasse wird die Insulinempfindlichkeit verbessert, da Muskeln eine große Menge an Glukose aufnehmen können. Übungen wie Kniebeugen, Liegestütze, Gewichtheben oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind besonders effektiv. Es wird empfohlen, 2-3 Mal pro Woche Krafttraining zu machen.

 

Yoga:

Yoga kombiniert körperliche Aktivität mit Entspannung und kann daher doppelt positiv auf den Blutzuckerspiegel wirken. Bestimmte Yoga-Posen verbessern die Durchblutung und den Glukosetransport in die Zellen. Zudem hilft Yoga dabei, Stress abzubauen, der ebenfalls zu Schwankungen im Blutzucker führen kann. Eine tägliche Yoga-Praxis von 20 bis 30 Minuten kann bereits spürbare Verbesserungen bringen.

 

So integrierst du Bewegung in deinen Alltag:

Ganz ehrlich, den inneren Schweinehund, der uns auf dem Sofa festnagelt, kennen wir alle. Um Bewegung effektiv in den Alltag zu integrieren, finde ich es wichtig, sich kleine, machbare Ziele zu setzen. Beginne mit kurzen Spaziergängen nach dem Essen und steigere nach und nach die Dauer und die Gehgeschwindigkeit. Nutze Treppen statt Aufzüge und dreh in der Mittagspause eine kleine Runde um den Block. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel: Versuche feste Zeiten für Bewegung einzuplanen, damit es zur Routine wird.

Fällt dir Bewegung in der Gruppe leichter? Dann such dir Kurse. Das Angebot ist heute riesig und manche Kurse werden sogar von der Krankenkrasse übernommen.

 

 

Tipp 3: Apfelessig – ein natürliches Mittel zur Blutzuckerregulierung

Foto: Mythja von StockFood

Apfelessig ist ein altes Hausmittel und hat viele Vorteile für die Gesundheit - einschließlich der Regulierung des Blutzuckerspiegels.

 

Vorteile von Apfelessig:


Apfelessig wird seit Jahrhunderten für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Er ist reich an Essigsäure, die eine Schlüsselrolle bei der Senkung des Blutzuckers spielt. Apfelessig kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und den Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten reduzieren. Darüber hinaus unterstützt er die Verdauung und fördert das Sättigungsgefühl, was Heißhungerattacken vorbeugen kann. Diese Effekte sind auf die Essigsäure zurückzuführen, die die Aufnahme von Glukose aus dem Darm verlangsamt und die Insulinreaktion verbessert.

 

Praktische Anwendung von Apfelessig:


Um von den Vorteilen des Apfelessigs zu profitieren, kann man 1-2 EL in einem Glas Wasser verdünnen und 15 - 20 min. vor den Mahlzeiten trinken. Es ist wichtig, den Essig immer mit Wasser zu verdünnen, um die Zähne und den Magen zu schützen. Apfelessig kann auch zusätzlich in Salatdressings oder Marinaden verwendet werden.

 

Kleine Schritte zu einem stabilen Blutzuckerspiegel

Den Blutzuckerspiegel zu regulieren muss kein überwältigendes Unterfangen sein. Kleine, konsequente Schritte können langfristig zu großen Verbesserungen führen! Beginne einfach damit Zimt in deine tägliche Ernährung zu integrieren. Ergänze dies mit regelmäßiger Bewegung, sei es durch Spaziergänge, Krafttraining oder Yoga, und nutze die Vorteile von Apfelessig, um deinen Blutzuckerspiegel in Schach zu halten.

Mit solchen einfachen, natürlichen Strategien, kann sich nicht nur der Blutzucker stabilisieren, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden verbessern!

Denk daran, dass Beständigkeit der Schlüssel ist: Kleine Veränderungen im Lebensstil, die täglich umgesetzt werden, können große Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Willst du deine Ernährung umstellen und brauchst dazu einen kleinen Boost?

Dann bist du herzlich eingeladen, beim Basenfasten mitzumachen. Eine 3-wöchige Basenfastenkur tut nicht nur unheimlich gut, sondern unterstützt auch dabei, den Blutzucker stabil zu halten, weniger Heißhunger zu haben und die Ernährung langfristig umzustellen.

Hier findest du alle Infos zu meiner begleitenden Kur: https://rubynagel.com/basenkur-mit-heilpflanzen/

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Arthrose: Hausmittel, Kräuter und Hilfe zur Selbsthilfe

Foto: Pexels / Kampus Production

Arthrose: Hausmittel, Kräuter und Hilfe zur Selbsthilfe

Einige meiner Leser:innen haben sich hilfreiche (Kräuter-)Tipps zum Thema Arthrose gewünscht. Solltest du auch davon betroffen sein, lies unbedingt weiter! Ich hoffe, meine Hausmittel und Impulse zur Selbsthilfe sind dir behilflich.

Hast du auch einen Thema über das ich mal schreiben soll? Lass es mich wissen und ich nehme es mit in meine Themenliste auf!

Fangen wir an!

Zuerst ein ganz kleines bisschen Theorie. Es ist immer gut, wenigstens schemenhaft eine Idee davon zu haben, wie der Körper funktioniert.

 

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine schmerzhafte, degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Gelenkknorpel zerstört wird und sich die Innenschicht der Gelenkkapsel entzündet. Mit der Zeit kann es dadurch zur völligen Versteifung eines Gelenkes kommen. Bei älteren Menschen sind vor allem die Hüfte oder die Kniegelenke betroffen.

Wie entsteht Arthrose?

Jede Bewegung beansprucht in irgendeiner Weise die Gelenke.

Quelle der Abbildung: Rheumahelden.de

Damit an den Knochenenden, die das Gelenk bilden, nicht Knochen auf Knochen reibt, sind die Gelenkknochen mit einer durchsichtigen weißlich schimmernden Knorpelschicht überzogen. (siehe Abb.)

In der Gelenkkapseln entsteht bei jeder Bewegung Gelenkflüssigkeit, damit das Lager im Gelenk gut gleitet. Diese Flüssigkeit versorgt die Knorpelschichten fortlaufend mit Nährstoffen.

Bewegt man sich nur wenig, wird auch nur wenig von dieser nährhaften Schmierflüssigkeit gebildet, was zur Folge hat, dass der Knorpel weniger mit Nährstoffen versorgt wird und dadurch anfälliger für Verschleißerscheinungen ist.

Das Gegenteil, zu viel Bewegung, kann allerdings auch Arthrose begünstigen, weil sich bei starker, schwerer Beanspruchung die Knorpelflächen zu sehr abnutzen. Ist der Knorpel mit der Zeit verschlissen, wird auch der Knochen in Mitleidenschaft gezogen.

Eine zu starke Beanspruchung der Gelenke ist klassischerweise bei übergewichtigen Menschen der Fall oder bei Menschen, die über Jahre hinweg schwere Gewichte heben, wie z. B. Menschen, die auf dem Bau arbeiten und jeden Tag Zementsäcke schleppen.

Eine Arthrose, die durch zu viel oder zu wenig Bewegung oder durch zu starke Belastung ausgelöst wird, nennt man auch primäre Arthrose. Um die soll es in diesem Artikel vorrangig gehen.

Es gibt aber auch eine sogenannte sekundäre Arthrose, die z. B. durch eine angeborene Fehlstellung der Gelenke entsteht.

Typische Beschwerden bei Arthrose

Typische Symptome bei Arthrose sind Morgensteifigkeit und Anlaufschmerzen. Es fühlt sich an, als wäre man eingerostet. Ist die Arthrose noch nicht so weit fortgeschritten, verschwinden diese Beschwerden nach kurzer Zeit durch Bewegung und im Laufe des Tages wieder.

Mit der Zeit und wenn man nichts dagegen unternimmt, kann sich daraus allerdings ein Dauerschmerz entwickeln, der auch in Ruhe oder nachts weh tut.

Ich möchte dir gerne ein paar einfach umsetzbare Tipps mit an die Hand geben, die du in seinen Alltag integrieren kannst. Ich denke da vor allem an die Ernährung und an Heilpflanzen.

Die richtige Ernährung bei Arthrose

Mit der richtigen Ernährung kann man meiner Erfahrung nach ganz schön viel erreichen. Ich errinnere mich an Teilnehmerinnen meiner Basenfastenkur, die sich so doll darüber gefreut haben, dass sich ihr Körper danach viel geschmeidiger und beweglicher angefühlt hat. 

Ich glaube nicht, dass es DIE eine Art und Weise gibt, sich richtig zu ernähren, aber ich habe schon oft gesehen, dass Schmerzpatienten sehr gut auf eine basenreiche, anti-entzündliche Ernährung reagieren.

Bedeutet:

  • frisch zubereitete Gerichte aus frischem Gemüse, das nicht tot gekocht wurde
  • frei von Pestiziden und anderen Chemikalien
  • eine gute Mischung aus knackig gedünstet und roh
  • Vollkornprodukte, gerne auch Produkte aus vorgekeimten Getreide (z. B. von Keimster)
  • hochwertige Proteine
  • möglichst zuckerfrei (Honig als Alternative ist denkbar, aber keine « Zero-Zucker-Produkte » mit Süßstoff o. ä.)
  • in Ruhe essen und nur so viel Essen, bis man satt ist (um Übergewicht vorzubeugen)
  • Gewürze und Kräuter nutzen
  • fermentierte Lebensmittel mit einbauen
  • Sprossen und Keimlinge
  • möglichst ursprüngliche, wenig verarbeitete Lebensmittel (möglichst kurze und einfache Zutatenliste)

Fotos: Anregungen aus meinem Rezeptbuch, das die Basenfastenkur begleitet. Viele einfache und leckere Ideen, ohne großen Abwasch. 

Gewürze und Küchenkräuter bei Arthrose

Gewürze und Küchenkräuter sind eine gute Grundlage für eine anti-entzündliche Ernährung, die Arthroseschmerzen lindern kann. Versuche in all deine Gerichte etwas davon zu integrieren. Je nachdem wie weit die Arthrose fortgeschritten ist, werden Gewürze und Küchenkräuter alleine möglicherweise nicht ausreichend sein, aber sie werden auf jeden Fall unterstützen.

Kurkuma mit Pfeffer und etwas Öl: Kurkuma ist nicht nur entzündungshemmend, sondern es unterstützt auch die Verdauung und die Fettverbrennung. Pfeffer und Öl machen, dass die Wirkstoffe des Kurkumas besser vom Körper aufgenommen werden können. Kurkuma zählt auch zu den Sonnenheilpflanzen. Es hellt die Stimmung auf und macht gute Laune.

Frische Petersilie enthält viel Vitamin C. Vitamin C hilft nicht nur Entzündungen zu reduzieren, sondern es ist auch am Aufbau von Knorpelmasse beteiligt. 3 Blättchen in der Suppe werden nicht reichen, aber eine handvoll kleingeschnittener Blätter direkt auf dem Teller ist eine gute Dosis.

Auch Knoblauch und Zwiebel wirken entzündlichen Prozessen im Körper entgegen.

Ingwer wirkt schmerzstillend und gegen Entzündungen. Er verlangsamt den Abbau von Knorpel.

Ich will ehrlich mit dir sein:

Eigentlich könnte ich diese Liste ins Unendliche weiterführen, denn im Grunde haben alle Küchenkräuter und Gewürze Eigenschaften, die sich positiv auf Entzündungsprozesse im Körper auswirken! Das macht es so schön einfach.

Wenn du die oben genannten vom Geschmack her nicht magst, dann nimm Rosmarin, Salbei und Thymian oder Zimt und Kardamom oder Kreuzkümmel und Muskat. Such dir ein paar Gewürze und Küchenkräuter, die du magst und gib sie in jede Mahlzeit mit rein.

 

Welches Öl ist bei Arthrose gut?

Auch bei der Frage nach dem Öl ist wieder die Überlegung: « Welches Öl kann mir helfen, Entzündungsprozesse im Körper zu verringern? ».

Die Antwort fällt hier auf Öle, die viele Omega-3-Fettsäuren enthalten, denn die Omega-3-Fettsäuren sind in der Lage, die entzündungsfördernde Arachidonsäure zu senken.

Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, sind z. B.:

  • Leinöl (findest du in jedem Bioladen)
  • Algenöl (z. B. von der Ölmühle Solling oder Viktilabs)

Beide Öle kann man direkt auf dem Teller mit unters Essen mischen oder pur einnehmen.

Wenn man sich nicht an den Geschmack gewöhnen kann, gibt’s das aber auch in einer Kapsel als Nahrungsergänzungsmittel.

Wild- und Heilpflanzen bei Arthrose

Bei Wild- und Heilkräutern ist meine Überlegung: Wie kann ich meinen Körper dahingehend unterstützen, dass das Knorpelgewebe gestärkt und neu gebildet wird, Entzündungsstoffe ausgeleitet und Schmerzen gestillt werden?

Hier eine kleine Auswahl an Wild- und Heilpflanzen (es gibt noch andere):

Brennnessel: Sie ist reich an Vitaminen und Mineralien, sie leitet Entzündungsstoffe aus, sie schützt die Gelenkstrukturen und sie lindert den Schmerz. Man kann sie frisch essen oder als Tee, Tinktur oder als Frischpresssaft einnehmen. Auch ein Ölauszug von den ganz jungen Brennnesseltrieben im Frühjahr ist äußerlich angewendet super bei Gelenkschmerzen.

Hagebutten: Hagebutten enthalten viel Vitamin C, das am Aufbau von Knorpelmasse beteiligt ist und Entzündungen reduziert. Kann man am besten als Pulver einnehmen. (selber machen oder fertig kaufen)

Beinwell: Hier würde ich Umschläge aus der frischen Wurzel machen oder eine Salbe nutzen. Beinwell stärkt wunderbar Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder. So machst du den Umschlag aus frischer Wurzel.

Schachtelhalm: Er hat viele Mineralien, festigt die Gewebsstrukturen und hilft, Knorpel aufzubauen. Kann man als Abkochung nutzen und dann trinken. 

Weidenrinde: Weidenrindentee könnte man gegen die Schmerzen trinken. Dazu nimmt man die Frühjahrsrinde junger Zweige. Man schält sie mit einem Messer ab, schneidet es klein und bereitet sich daraus einen Tee zu. (Achtung: Wenn man allergisch auf Aspirin reagiert, besteht die Möglichkeit, dass man auch auf Weidenrinde allergisch ist. Menschen, die bereits Blutverdünner einnehmen, sollten nicht zu viel und nicht zu regelmäßig Weidenrindentee trinken, da er auch blutverdünnend wirkt.)

Vitamine und Mineralien bei Arthrose

Besonders Wildpflanzen sind reich an verschiedensten Vitaminen und Mineralien, die sich positiv auf Arthrosebeschwerden auswirken!

Sie selbst zu sammeln ist nicht nur die günstigste Variante, sondern bringt gleichzeitig auch Entspannung und Bewegung in der Natur oder im Garten.

Manchmal ist das allerdings nicht möglich. Hier kann man auf Frischpresssäfte zurückgreifen. Die Firma Schoenenberger hat ein breites Sortiment. Es würden sich z. B. Birke, Zinnkraut / Schachtelhalm, Brennnessel oder Löwenzahn eignen. Findet man in Bioläden, Reformhäusern und online.

Auch hochwertige Vitamine und Mineralien in Form Nahrungsergänzung und ohne unnötige Füllstoffe können Sinn machen.

Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf behalten, dass der Körper die Symptome schickt, weil im grundsätzlichen Lebensstil etwas aus der Balance geraten ist.

Weitermachen wie gehabt und nur Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken, ist für mich deshalb keine echte Lösung, um wieder gesund zu werden.

Was macht Arthrose schlimmer?

Faktoren, die das ganze verschlechtern bzw. Arthrose begünstigen, sind:

  • Übergewicht
  • bestimmte Sportarten (Ballsportarten, Tennis - die schnellen, ruckartigen Richtungswechsel gehen auf die Gelenke; schweres Gewichtheben) (besser sind Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren, Aquajogging, Aquafitness)
  • körperlich schwere Arbeit
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel
  • ein schlechter Säure-Basen-Haushalt
  • entzündungsfördernde, hochverarbeitete Nahrungsmittel mit langer Zutatenliste, Zucker, Alkohol, Rauchen

Fazit

Es gibt viele kleine Möglichkeiten, seine Gesundheit auf ganz simple Weise im Alltag zu unterstützen.

Ich mag es unkompliziert und einfach, weshalb ich auf echte, ehrliche Lebensmittel und Heilkräuter zurückgreife. 

Bei chronischen Beschwerden ist es wichtig, am Ball zu bleiben und regelmäßig jeden Tag der Gesundheit etwas Gutes zu tun. 

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

Hey, ich bin Ruby und mit meinen kostenlosen Sonntagsimpulsen bekommst du jede Menge Tipps rund um Wild- & Heilkräuter, Entspannung, alte Bräuche, Naturverbundenheit und Basenfasten mit Heilpflanzen.

© 2023 Ruby Nagel, All rights reserved

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Darum ist selbst gesammelter Kräutertee besser als gekaufter.

Foto: Ruby Nagel

Darum ist selbst gesammelter Kräutertee besser als gekaufter.

Diesen Artikel möchte ich schon seit ein paar Wochen schreiben.

Auslöser war eine Teemischung, die ich mir gekauft habe.

Wenn du mich schon ein bisschen kennst, weißt du, dass ich eigentlich meinen Tee selber sammele. Aber irgendwie hat mich die Farbkombination der Verpackung so angezogen, dass ich ihn ohne zu zögern in mein Körbchen gelegt habe.

Die Mischung klang auch nicht schlecht, in Frankreich hergestellt, bio. Passt.

Als ich die Teedose dann zu Hause aufgemacht habe und mir den Tee aufgoss, wusste ich ziemlich schnell, dass mich hier die Marketing-Krake am Schlawittchen gepackt hat: Der Tee hatte so gut wie keinen Geschmack und mir was schnell wieder klar, warum ich selber sammele und auch, warum es relativ viele Menschen gibt, die Kräutertee nix abgewinnen können.

Die Armen kennen nämlich nur Beuteltee oder Tee wie diesen, den ich gekauft habe. Nämlich Tee ohne Geschmack.

Dabei kann Kräutertee wirklich ein richtiges Genusserlebnis sein!

Warum gekaufter Tee niemals so gut schmecken kann, wie selbst gesammelter, will ich dir in diesem Artikel verraten. (Es gibt eine kleine Ausnahme, aber dazu komme ich später.)

 

Die Qualität von gekauftem Kräutertee

Klar, die Qualität von gekauftem Kräutertee variiert enorm.

Aber das ist ein Problem, dass man relativ leicht umgehen kann, indem man sein Portemonnaie einfach ein bisschen weiter aufmacht.

Eher günstig sind z. B. Teebeutel. Hier wird gefühlt einfach nur das Pflanzenpulver, dass unter’m Tisch lag, zusammengekehrt, in Teebeutel eingenäht und dann noch mit ein bisschen Aroma aufgepeppt, sodass es überhaupt nach etwas schmeckt.

Wenn im Tee Aromen drin sind, sollte es dich sofort stutzig machen, denn wenn die Kräuter eine gute Qualität haben, dann braucht es keine Aromen. Dann schmeckt er auch so.

Aromen sind Stoffe, die der Körper nicht braucht. Aus denen kann er nichts Brauchbares für sich herausziehen.

Das heißt mit Aromen macht man ihm sogar ein bisschen mehr Arbeit, weil er die nämlich wieder aussortieren und rausschmeißen muss. Ich finde, die Arbeit kann man ihm ersparen.

Der Inhalt eines aufgeschnittenen Teebeutels. Je kleiner das Pflanzenmaterial, desto schneller nimmt die Wirksamkeit ab.

Der Inhalt meiner gekauften (ent-täuschenden) Teemischung. Schon etwas größere Pflanzenteilchen, aber immer noch recht klein.

Wenn man jetzt sein Portemonnaie etwas mehr aufmacht, dann kann man losen Tee kaufen.

Das ist schon mal viel besser und hier hat man dann eigentlich auch schon einen Geschmack, bei dem man sagen kann « Ja, das ist lecker, das schmeckt nach etwas. » (An den Geschmack von selbst gesammelten Kräutern kommt es trotzdem nicht ran, aber dazu gleich mehr.)

Natürlich kann man dann auch zwischen biologischem oder konventionellem Anbau (inklusive toxischen Unkrautvernichtungsmitteln etc.) auswählen. Oder zwischen Massenanbau und familiären Strukturen.

Bei konventionellem Anbau ist das Blöde, dass die Chemikalien dann möglicherweise auch im Tee sind.

Auch wenn die Chemikalien vielleicht schon gespritzt wurden, noch bevor die Pflanze ausgetrieben hat.

Aber die Chemikalien befinden sich ja dann auch in der Erde und die Pflanze zieht ihre Nährstoffe aus dieser selben Erde.

Das will man natürlich auch nicht im Tee haben.

Quelle: Bio-Kräutergarten Pommerland, hier wird noch von Hand geerntet

Quelle: Kasimir und Lieselotte, auch hier gibt es noch echte Handarbeit

 Bei Massenproduktionen ist das Blöde, dass sie die Böden mit der Zeit so auslaugen.

Das liegt daran, dass eine Pflanzenart immer die selben Nährstoffe aus dem Boden zieht, um sich zu ernähren.

Und wenn sie das über Jahre hinweg immer wieder macht, dann ist der Boden mit der Zeit ausgelaugt und bei einem ausgelaugten Boden hat die Pflanze natürlich weniger zu essen.

Also ist der Ertrag geringer.

Also wird gedüngt.

Und wenn der Dünger synthetisch war, dann hat man auch den Dünger wieder im Tee - oder zumindest Restbestände, da die Pflanzen über ihr Wurzelsystem die Stoffe aus dem Boden holen.

Das will man ja eigentlich auch nicht.

 

Und synthetische Düngemittel und Unkrautvernichtungsmittel verpesten natürlich auch die Erde.

Mutter Erde, auf deren Rücken wir jeden Tag spazierengehen.

Das ist auch echt doof, denn die Erde ist ja kein toter Klotz, sondern eine lebendige Einheit von unzählig vielen Mikroorganismen. Und die sterben durch die Chemikalien ab oder werden zumindest in ihrer normalen Art und Weise zu existieren gestört.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass es diese Einheit von unzähligen Mikroorganismen überhaupt erst möglich macht, dass wir hier auf der Erde etwas zu essen haben.

Also sollte man immer im Blick haben, sich so zu verhalten, dass es der Erde (unserer Ernährerin) gut geht.

Quelle: Tee Gschwender, maschinelle Minzernte

Quelle: Max Resdefault, maschinelle Lavendelernte

Ein anderer Punkt, weshalb die meisten gekauften Tees nicht so hochwertig sein können, wie selbst gesammelte Tees, ist, weil bei den großen Produktionen natürlich auch Pflanzenteile geerntet werden, die nicht mehr schön aussehen oder schon braun sind.

Oder auch Insekten oder Pflanzenteile, die angefressen sind oder einen Pilzbefall haben.

 

Wenn ich selbst sammele, pflücke ich diese Teile gar nicht erst mit.

Eine Maschine oder auch ein Mensch, der viel Material in möglichst wenig Zeit ernten soll, achtet darauf nicht.

Freilich stirbt man nicht, wenn man mal einen Tee trinkt, wo ein Blatt drin ist, das von einer Schnecke angeknabbert und vollgeschleimt wurden ist.

Aber qualitativ hochwertiger und somit auch wirksamer ist der Tee, wenn man nur gesunde, kräftige Pflanzen drin hat.

Die Vorteile von selbst gesammeltem Tee

Bessere Qualität = mehr Wirkstoffe

Ein Vorteil ist die gerade erwähnte bessere Qualität der gesammelten Pflanzenteile, die eine industrielle Ernte aus wirtschaftlichen Gründen nicht gewährleisten kann.

Höhere Qualität bedeutet mehr Wirkstoffe und das bedeutet bessere Wirksamkeit.

Außerdem können die Pflanzen so auch zu ihrem idealen Zeitpunkt geerntet werden können: Nämlich dann, wenn der Wirkstoffgehalt am Höchsten ist.

Bessere Qualität bedeutet natürlich auch besserer Geschmack! (Das war ja der Aufhänger für diesen Beitrag.)

Umweltfreundlicher

Von Hand zu sammeln bedeutet auch, dass keine Maschinen genutzt werden, die Ressourcen verbrauchen. (Ich weiß, dass es utopisch ist, zu denken, dass, nur weil ich meine Kräuter selber sammele, sich die Natur schlagartig vom Raubbau unserer Spezies erholt. … Aber wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist.)

 

Nicht zu unterschätzen!

Nicht zu unterschätzen ist, dass das Sammeln total Spaß macht und entspannt.

Man schafft etwas mit seinen Händen, auf das man stolz sein kann.

Man verbringt mehr Zeit draußen und verbindet sich dadurch auch automatisch wieder bewusster mit der Natur, weil man eben sieht, dass man manche Pflanzen eher an sonnigen Standorten findet, andere eher an schattigen, oder dass man manche Pflanzen eher im Frühling sammelt, andere im Herbst.

All das macht, dass man die Natur besser beobachtet und sich dadurch automatisch verbundener fühlt und auch achtsamer ihr gegenüber wird.

Selber sammeln und mischen ist auch eine schöne Spielwiese, um seine Kreativität auszuleben oder um kleine Geschenke zu zaubern.

Woran erkennt man eine hervorragende Qualität der Teekräuter?

Biolabel wie z. B. « Demeter » stellen sicher, dass keine Pestizide o. ä. im Anbau verwendet werden, aber auch deine Sinne können dir helfen, gute Qualität zu erkennen:

 

  • Geruch: Die Gerüche von Kräutern werden durch eine Vielzahl von flüchtigen Verbindungen, insbesondere ätherische Öle, verursacht. Je intensiver und frischer die Kräuter riechen, desto mehr dieser Stoffe sind in den Pflanzenteilen enthalten.
  • Geschmack: Hochwertige Kräuter haben einen intensiven, frischen Geschmack. Kräutertee von schlechter Qualität schmeckt leer und fade. (Eine der ganz wenigen Ausnahmen ist selbst gesammelter Hagebuttentee. Der hat einen sehr, sehr milden Geschmack, längst nicht so fruchtig wie gekaufter und er ist auch nicht so gefärbt, wie gekaufter. Das liegt daran, dass gekaufter Hagebuttentee aus Teebeuteln mit Hibiskus gemischt wird. Der Hibiskus färbt das Teewasser und intensiviert den Geschmack.)
  • Größe der Pflanzenteile: Die Pflanzenteile sollten noch so groß wie möglich sein. Gekaufte Kräuter sind oft schon « geschreddert », sodass der Filter der Abfüllmaschinen nicht ständig verstopft ist. Bedenke aber, dass dadurch bereits flüchtige Wirkstoffe wie ätherische Öle verloren gehen. Achte deshalb darauf, dass die Kräuter noch möglichst ganz sind.
  • Farbe: Hochwertige Kräuter haben eine schöne, frische, lebendige Farbe, die Lust macht, die Kräuter zu nutzen. Blüten sind farbig, Blätter schön grün. Je älter das Pflanzenmaterial, desto blasser wird es und verliert an Farbe (und mit der Farbe leider auch an Wirkstoffen).

Hier erkennst du die wunderschöne, frische Farbe.

Je größer die getrockneten Pflanzenteile, desto besser.

Eine Ausnahme bei gekauften Kräutertees

Natürlich darf man nicht einfach so alle gekauften Kräutertees über einen Kamm scheren.

Auch wenn der Großteil der gekauften Kräutertees keine so gute Qualität aufweist, wie ein selbst gesammelte Kräuter Tee. Es gibt aber auch wenige Ausnahmen: Es gibt nämlich auch kleine, familiäre Strukturen, die in Bioqualität arbeiten und die Pflanzen noch von Hand pflücken, so wie man selber das auch machen würde. D.h., sie beachten den richtigen Erntezeitpunkt und sie sammeln nur kräftige, schön aussehende, gesunde Pflanzenteile.

Bei uns gibt es solche Ware zum Beispiel im Bauernladen, im Bioladen und auch auf dem Gemüsemarkt. Und mittlerweile findet man sie auch im Internet.

Fazit

Selbst gesammelte Kräuter schmecken nicht nur besser, sondern das Sammeln macht auch richtig viel Spaß.

Vielleicht bist du schon in diesen Genuss gekommen, dann weißt du, wovon ich rede.

Die Kräuter müssen nicht unbedingt wild gesammelt werden, sondern du kannst sie auch im Garten oder auf dem Balkon anbauen. So kannst du wirklich 100 % sicher sein, dass du die Pflanzen, die du sammelst, kennst.

Aber auch in der Natur gibt es viele Pflanzen, die leicht zu bestimmen sind. Alles, was man braucht, ist ein bisschen Übung, ein bisschen Mut und vielleicht auch jemanden, der dich anfangs etwas anleitet.

 

Wenn du Lust hast, dich mehr mit Wild- und Heilpflanzen zu beschäftigen und auch in Zukunft deinen Tee selber sammeln möchtest, dann komm doch gerne in meinen Onlinekurs « Mein Kräuterjahr », wo ich dich ein Jahr lang begleite und wir neben Kräutertee auch viele andere herrliche Heilmittel herstellen.

 

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

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