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Foto: Ruby Nagel

Wohnung, Haus und Zimmer richtig ausräuchern: Anleitung

Warum Wohnungen, Häuser und Zimmer räuchern?

Der Rauch der verglimmenden Pflanzen wirkt auf (mindestens) zwei Ebenen: Auf der stofflichen, die der Verstand leicht erfassen und erklären kann und auf der unsichtbaren Ebene, die sich u. a. auf das Fühlen auswirkt.
 
Stofflich und für den Verstand verständlich kann man feststellen, dass beim Räuchern ein Teil der Pflanzeninhaltsstoffe über den Rauch freigesetzt werden. Auf dieser Ebene hilft Räuchern zum Beispiel, um krankheitserregende Keime abzutöten.
 
Genau wie bei ätherischen Ölen gelangen die freigesetzten Stoffe über die Nase ins Großhirn, wo sie außerdem auf das zentrale Nervensystem und die Gefühle wirken.
 
Auf der unsichtbaren Ebene wirkt der Rauch auch auf atmosphärische Spannungen, indem er sie löst.
Bestimmt kennst du das Gefühl von „dicker Luft“ nach einem Streit. Oder von einer gewissen Schwere in der Luft, wenn Menschen lange trauern oder melancholisch sind.
 
Wohnräume räuchert man also einerseits aus, um krankheitserregende Keime in der Luft zu töten, aber auch, um die Atmosphäre zu reinigen, Spannungen zu lösen oder energetisch Platz für Neues zu schaffen und Altes zu entsorgen.

 

Wann räuchern?

Im Grunde gibt es keine Regel, aber genau wie man regelmäßig sein Haus oder seine Wohnung putzt, macht es Sinn, regelmäßig zu räuchern. Es tötet zusätzlich krankheitserregende Keime in der Luft ab und reinigt die Wohnräume auf energetische Art.
 
In Erkältungszeiten, bei Trauerprozessen oder nach Streit kann man ruhig ein Mal mehr räuchern, um die Atmosphäre zu klären und angenehmere Lebensräume zu schaffen.
 

Hier eine kleine Liste mit Ideen, wann du deine Zimmer ausräuchern könntest:

  • regelmäßig als energetischen Hausputz
  • als Frühjahrsputz
  • nach Entrümpelung
  • nach Streit
  • nach einer Trennung oder Scheidung
  • wenn ständig Spannung in der Luft liegt
  • beim Einzug / Auszug
  • nachdem Besuch da war
  • bei Trauerprozessen
  • während und nach Krankheiten
  • bei emotionalen Tiefen
  • um eine ruhige Atmosphäre zu schaffen / vor Meditationen
  • bei Neubeginn oder dem Wunsch nach Veränderung

Wie oft räuchern?

Räucher so oft dir danach ist.
Aber absolut wichtig ist, dass du nur hochwertige Räucherware benutzt. Alles andere kann übers Einatmen deiner Gesundheit schädigen.
Viele Räucherkräuter findest du im Gewürz- oder Teeregal im Bioladen oder du kannst sie in der Natur sammeln und trocknen.

Richtig räuchern: Räucherzubehör und Anleitung

Jeder kann räuchern, keine Angst.

Im folgenden Abschnitt zeige ich dir, wie man die Räucherkohle und das Räucherstövchen richtig benutzt.

Räuchern mit Räucherstövchen

Mit dem Räucherstövchen entsteht meistens viel weniger Rauch. Die Pflanzen verglimmen langsamer und der Duft ist sanfter. Vor allem zarte Materialien wie Blüten und Blätter eignen sich besonders für das Stövchen. Hier können sie ihre Aromen viel besser entfalten, als auf der Kohle.

Du brauchst:

  • ein Räucherstövchen mit Räuchersieb
  • ein Teelicht
  • Streichhölzer
  • und Kräuter

Anleitung:

Das Teelicht anzünden und in das Räucherstövchen stellen.

Das saubere Räuchersieb auf das Stövchen legen.

Die Räucherkräuter auf das Sieb und am äußeren Rand verteilen. Dann nach und nach in kleinen Mengen die Kräuter in die Mitte schieben und zuschauen, wie sie langsam zu qualmen beginnen. Lässt der Rauch nach, schiebt man wieder ein paar neue Kräuter in die Mitte. Ziel ist, dass die Kräuter langsam verglimmen und nicht alle auf einmal abbrennen. So entfaltet sich der Duft am besten und am sanftesten. Wenn du gänzlich ohne Rauch räuchern möchtest, sondern nur den Duft willst, kannst du die Kräuter so auf dem Sieb platzieren, dass sie ganz nah an der Grenze zwischen „qualmen und noch nicht qualmen“ liegen.

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Die verbrannten Pflanzenteile werden zum Rand geschoben.

Nach dem Räuchern wird immer gelüftet, um den Qualm abziehen zu lassen und die Raumluft zu erneuern.

Räuchert man nur Blüten, Blätter und Rinden, bleibt das Räuchersieb sauber und muss nicht gereinigt werden. Harze verkleben das Sieb mit der Zeit. Um es zu reinigen, lässt man die Harze vollständig über einer Kerze ausbrennen und bürstet anschließend mit einer Drahtbürste oder einem extra dafür vorgesehenen Metallkamm unter fließendem Wasser und mit etwas Spülmittel das Sieb sauber.

Räuchern mit Räucherkohle

Mit Räucherkohle zu räuchern ist die traditionellere Methode. Hier wird das Räuchermaterial auf die glühende Kohle gelegt, wodurch sich der heilsame Rauch entwickelt. Räucherkohle eignet sich besonders gut für Harze.

Du brauchst:

  • eine feuerfeste Schale
  • etwas Sand
  • Räucherkohle
  • eine Zange, um die Räucherkohle zu halten (zur Not geht auch eine Kombi- oder Zuckerzange)
  • Streichhölzer und eine Kerze
  • Räucherkräuter oder -harze

Anleitung:

Gib den Sand in die feuerfeste Schale.

Zünde die Kerze an und halte ein Stück Räucherkohle über die Flamme, um es anzuzünden. Nutze dafür die Zange. Die Kohle knisterst und sprüht beim Anzünden kleine Funken, das ist normal.

Leg anschließend die Kohle mit der kleinen Kuhle nach oben auf den Sand und warte, bis es richtig durchgeglüht ist und sich ein grauer Aschefilm gebildet hat. Das dauert ungefähr 5 Minuten. Um das Durchglühen zu beschleunigen, kannst du etwas pusten oder Luft mit der Hand fächeln.

Jetzt kann das Räuchermaterial verräuchert werden. Für Blüten und Blätter reicht es, sie an den Kohlenrand zu legen. Die Hitze reicht bereits aus, um sie verglühen zu lassen. Um die Hitze der Kohle etwas zu dämpfen, kann man auch etwas Sand auf die Kohle streuen. Harze werden direkt auf die Kohle gelegt.

Wenn das Räuchermaterial verglimmt ist, wird es beiseitegeschoben und durch neues ersetzt. Das kann man sooft machen, wie man Lust hat und wie das Kohlestück heiß genug ist.

Nach dem Räuchern wird gelüftet (bzw. schon während des Räucherns, wenn es sehr gequalmt hat).

Die ausgekühlten, natürlichen Reste können auf dem Kompost entsorgt werden.

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Passende Kräuter zum Räuchern für jeden Raum:

Räuchern im Schlafzimmer

  • Rosenblüten: schaffen Versöhnung und fördern harmonische Beziehungen, für Liebesräucherungen, öffnen das Herz
  • Baldrianwurzel: wirkt aphrodisierend (sparsam dosieren!)
  • Baldrianblüten: beruhigen und entspannen, lösen Ängste, fördern das Träumen

Räuchern im Büro

  • echter Dost: hellt die Stimmung auf, stärkt die Nerven und entspannt
  • Rosmarin: fördert die Konzentration, inspiriert, macht wach
  • Quendel: stärkt Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen, gibt Mut und Tatkraft, reinigt

Räuchern im Wohnzimmer

  • Zitronenmelisse: entspannt bei Nervosität und Stress, erfrischt den Kopf, erhellt die Stimmung
  • Salbei: schützt und reinigt (z. B. nach Streit oder wenn Besuch da war), klärt die Gedanken und hilft, seine Grenzen zu bewahren
  • Labkraut: schützt, bei Nervosität und Anspannung, wärmt die Atmosphäre

Räuchern in Krankenzimmern

  • Thymian:  reinigt, stärkt die Abwehr, schenkt Mut und Durchhaltevermögen
  • Wacholder: tötet Keime, fördert die Selbstheilungskräfte, reinigt
  • Meisterwurz: tötet Keime, schützt, stärkt die Abwehrkräfte

Räuchern im Eingangsbereich

  • Kamille: harmonisiert, gleicht aus, reinigt
  • Fichtenharz: desinfiziert, reinigt und schützt vor äußeren Störfaktoren

Räuchern in der Küche

  • Gewürznelke: bei Küchengerüchen (kurz vorher anmörsern und nur sparsam dosieren)
  • Salbei und Rosmarin

Räuchern in Keller / Dachboden / Abstellkammer

  • Kiefernnadeln: reinigt alte Energien und „räumt auf“
  • Minze: bringt frischen Wind in alte Ecken, belebt

Ein kleines Reinigungsritual für dein Zuhause

Bevor du deinen Wohnbereich ausräucherst und somit auf unsichtbarer, feinstofflicher Ebene reinigst, solltest du ihn auf stofflicher Ebene putzen und aufräumen.

Während des ganzen Rituals spielen deine Gedanken und deine innere Haltung eine große Rolle.

Und natürlich auch die Qualität der Räucherkräuter. Viele davon kannst du das Jahr über selbst sammeln und trocknen.

 

Die Vorbereitung auf das Räucherritual:

Such die passenden Kräuter heraus und bereite dein Räucherstövchen oder die Räucherschale vor.

Stell den Rauchmelder ab und mach, wenn du Lust hast, eine Musik an, die du gerade magst.

Öffne alle Innentüren deines Hauses oder deiner Wohnung, sodass du dich während des Rituals ganz fließend bewegen kannst. Die Fenster werden angeklappt.

Hat ein Zimmer 2 Türen, bleibt die Haupttür offen, die andere wird geschlossen.

Geh vor deinem inneren Auge den Weg durch deine Wohnung oder dein Haus ab. Jeder Raum sollte nur einmal begangen werden und der Durchgang so fließend wie möglich sein.

 

Das Ritual:

Setz dich ruhig an deinen Küchen- oder Wohnzimmertisch und zünde dein Räucherwerk an.

Überlege dir dabei eine Intention, die du mit der Reinigung setzen willst (z. B. schlechte Stimmung wegräuchern, Platz für Neues schaffen, …) und formuliere einen einfachen, kurzen Satz daraus, den du später vor dir hersagen wirst.

Ein Beispiel wäre: „Alle Energien, die ich und alle anderen die hier wohnen, nicht mehr brauchen, dürfen weiterziehen. Danke.“

Versuche, den Satz positiv zu formulieren und bedanke dich am Ende.

Stecke etwas Räucherwerk für später zum Nachlegen in deine Tasche und zünde das Räucherstövchen oder die Kohle an.

Geh zum Eingang und beginn hier dein Reinigungsritual.

Lauf langsam und in einem Zug alle Räume (plus Keller und Dachboden, falls vorhanden) von der untersten Etage zur obersten ab.

Symbolisch gesehen solltest du dabei nicht kreuz und quer durch die Wohnung laufen, sondern mit System. Laufe die Räume im Viereck ab und fächele den Rauch auch unters Bett und hinter Schränke.

Wenn es dir hilft, kannst du dir dabei vorstellen, wie hinter dir eine Art Rauchschwall entsteht, der alles mitnimmt, was nicht mehr gebraucht wird.

Räuchere besonders auch die Ecken aus. Ein kleiner Fächer, eine Feder oder ganz einfach deine Hand, können dir helfen, den Rauch gut zu verteilen.

Kinderzimmer lässt man entweder aus oder lüftet sie am Ende extra lange, sodass wirklich alle Rauchreste verflogen sind.  

Solltest du intuitiv merken, dass du in manchen Räumen länger bleiben möchtest, dann mach das ruhig. Denke die ganze Zeit über an deine Intention und stell dir vor, wie sich Altes löst und Platz für Neues schafft. Sprich deinen Satz laut vor dir her oder sag ihn nur in Gedanken.

Leg bei Bedarf ein paar Kräuter nach. Es kann sein, dass eine Räucherkohle nicht ausreicht.

Am Ende kommst du wieder an der Eingangstür an.

 

Nach dem Ritual:

Nun werden alle Fenster weit geöffnet und es wird ordentlich durchgelüftet.

Verabschiede dich in Gedanken von allem, was gerade mit dem Rauch nach draußen zieht, ganz egal, ob du die Dinge beim Namen nennen kannst oder nicht.

Dann lad alles Neue ein und heiße es willkommen.

Stell deine Räucherutensilien zur Seite, spür noch mal nach und schließe die Fenster, sobald der Qualm abgezogen ist.

Denk daran, nach dem Ritual den Rauchmelder wieder einzuschalten.

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