Jahreskreisfeste und warum sie helfen, zu entschleunigen

 

 

 

 

 

 

Foto: Ruby Nagel

Jahreskreisfeste und warum sie  helfen, zu entschleunigen

 

Rhythmus durch Jahreszeiten

Durch die einheimischen Wälder und das Kontinentalklima haben wir bei uns in Mitteleuropa 4 verschiedene Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Und obwohl die Jahreszeiten vor 25 Jahren noch deutlicher voneinander abgegrenzt waren, kann man trotzdem auch heute noch beobachten, dass das Jahr zyklisch verläuft und sich dieser Zyklus jedes Jahr wiederholt.

In Zeiten, zu denen man noch Richtung Sonne blickte, um die Uhrzeit zu wissen, orientierte sich der Alltag und das Leben viel mehr am Verlauf der Sonne und am Mondstand, als wir das heute machen.

Man war den Rhythmen der Natur viel näher. Das war nichts besonderes, sondern ganz normaler Alltag. 

Im hellen Teil des Jahres ging man aktiv nach Außen, brachte die Samen in die Erde und pflegte sie. In der dunkleren Jahreshälfte verbrachte man viel Zeit drinnen und das Leben verlief etwas ruhiger.

Durch elektrisches Licht, beheizbaren Gewächshäusern und anderen Techniken, haben wir es geschafft, uns ein bisschen von diesen natürlichen Rhythmes abzunabeln.

 

Jahreskreisfeste – was ist das überhaupt?

Der Jahreskreis ist eine Reise durch’s Jahr und symbolisiert in gewisser Weise auch einen Tag oder gar ein ganzes Leben: Vom Sonnenaufgang oder der Geburt, hin zum Sonnenuntergang oder dem Tod.

Ein Jahreskreise besteht aus 8 verschiedenen Abschnitten. Es gibt 8 Eckpunkte, an denen früher Feste gefeiert wurden. Nämlich zu bestimmten Sonnen- und Mondständen.

Diese 8 Eckpunkte sind also 4 Sonnenfeste und 4 Mondfeste.

Die 4 Sonnenfeste sind die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche (21.3.) und die gegenüberliegende Herbst-Tagesundnachtgleiche (21.9.), die Sommersonnenwende (21.6. ) und die gegenüberliegende Wintersonnenwende (21.12.).

Stell dir den Jahreskreis wie eine Uhr vor. Die Sonnenfeste sind bei Null, Viertel, Halb und Dreiviertel.

Und zwischen jedem Sonnenfest liegt jeweils ein Mondfest.

Wozu dienten Jahreskreisfeste damals?

Als das Leben noch lokaler stattfand und die Technik noch nicht so weit fortgeschritten war wie heute, lebte man ganz natürlich und automatisch mit dem Rhythmus der Natur. Sie Samen wurden am Anfang der hellen Jahreszeit in den Boden bracht. Alles andere hätte keinen Sinn ergeben.

Zu den Jahreskreisfesten feierte man die Natur. Man bedankte sich bei der wiederkehrenden Sonne im Frühjahr, weil durch sie die Tage wieder heller und wärmer werden und die Samen durch die steigenden Temperaturen keimen.

Jeder der 8 Jahresabschnitte wurde Göttern zugeordnet.

Man machte Opfergaben und stellte z. B. Milch oder Obst an bestimmte Stellen, um sie gnädig zu stimmen und erhoffte sich dadurch bessere Ernten.

An den kurzen Übergangsphasen zwischen 2 Jahresabschnitten wurde gefeiert. Die Grenzen zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt verschwommen. Ein Moment schöpferischen Chaos, in denen alles möglich war und Wunder geschehen konnten.

Geister, Feen oder Verstorbene traten in die Menschenwelt über und der Mensch hatte Visionen.

Die 8 Jahreskreisfeste und ihre Bedeutung

Imbolc – Reinigungs- und Lichterfest

Imbolc ist ein Mondfest und wird am 2. Vollmond nach der Wintersonnenwende gefeiert. Das entspricht Anfang Februar.

Die Frühlingsgöttin Brigid wird geehrt. Es ist die Mitte zwischen Winter und Frühling. Die ersten Pflänzchen stecken ihre Nasen aus. Die Tage werden, wenn auch schüchtern, spürbar nach und nach länger.

Man feierte den „Sieg“ des Lichts über die Dunkelheit. Der Winter ist zur Hälfte hinter uns.

Frühlingstagundnachtgleiche (Ostara) – Die Natur erwacht

Ostara ist ein Sonnenfest und findet am 21. März statt.

Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit sind im Gleichgewicht.

Die Göttin Ostara schließt mit der Schlüsselblume dem Frühling die Tore auf. Es ist Frühlingsbeginn und wir gehen in die helle Jahreszeit über. Der Winter ist an manchen Tagen noch zu spüren, aber der Frühling nicht mehr aufzuhalten.

Beltane – Fest der Sinnlichkeit und Lebensfreude

Beltane ist ein Mondfest und wird am 5. Vollmond nach der Wintersonnenwende gefeiert. Das entspricht in etwa Anfang Mai.

Es ist das Fest der Fruchtbarkeit, der Sinnlichkeit, der Partnersuche, der Lebensfreude und der Ausgelassenheit. Aber auch der Ausgeglichenheit der männlichen und weiblichen Kräfte.

Gefeiert wird die Hochzeit der Pflanzengöttin und des Sonnengottes Baldur.

Der Maibaum, der mit seiner Spitze einen frischen, grünen Kranz „durchsticht“, stellt die Entjungferung der Pflanzengöttin da.

Die Blüten an den Bäumen sind bestäubt und die ersten kleinen, noch unreifen Früchte hängen an den Bäumen.

Sommersonnenwende (Litha) – Fest der Ausgeglichenheit, der Balance, der Fülle und des Höhepunktes

Litha ist ein Sonnenfest. Es findet am 21. Juni statt. Die Sonne ist in ihrer größten Kraft angekommen. Es ist der „längste Tag und die kürzeste Nacht“.

Der Sonnengott Baldur, der grade noch geheiratet hat, wird von einem tödlichen Pfeil getroffen. Die Tage werden wieder kürzer.

Litha ist der Wendepunkt der hellen Jahreszeit in die dunkle.

Lughnasadh – Fest der Getreideernte

Lughnasadh ist ein Mondfest. Es wird am 8. Vollmond nach der Wintersonnenwende und fällt auf Anfang August.

Jetzt, wo der jugendliche, hellleuchtende Sonnengott Baldur von einem tödlichen Pfeil getroffen wurde, verwandelt er sich in den feurigen Hochsommermeister Lugh.

Lughnasadh ist dem keltischen Gott Lugh geweiht.

Es ist eine Art mini Erntedankfest und der Beginn der Getreideernte. Lugh beschert den Menschen mit Fülle und Nahrung, aber gleichzeitig tritt die Vegetation in den absterbenden Zyklus des Jahreskreises über.

Herbsttageundnachtgleiche (Mabon) – Erntedankfest

Mabon ist ein Sonnenfast. Tag und Nacht sind wieder gleich lang. Es ist die Zeit der Fülle. Die Keller sind gefüllt und man bedankt sich bei Mutter Gaïa für die reichen Ernten.

Der Herbst beginnt, man verbrachte langsam wieder mehr Zeit im Haus und widmete sich seiner „inneren“ Welt.

Samhain – Fest der Ahnen

Samhain ist ein Mondfest und wurde am 11. Neumond nach der Wintersonnenwende gefeiert. Es fällt auf Anfang November.

Es ist die Zeit, in der die Verstorbenen um milde Speisen und Gaben bitten. Wenn man ihnen etwas gibt, segnen sie die Lebenden und werden zu dankbaren Toten.

 

Wintersonnenwende (Yule) –Innenschau und Rückblick

Yule ist ein Sonnenfest und wird am 21. Dezember feiert.

Es ist der Zeitpunkt der längsten Nacht und des kürzesten Tages. Ab hier werden die Tage ganz langsam wieder länger. Es ist die Zeit des in-sich-Hörens und das Fest von Cernunnos – der Herr des Waldes und der Tiere. Er ist ein Hirschgott und steht für die Lebenskraft. Er kennt die Heilkräfte der Natur.

Was haben diese alten Feste mit uns zu tun?

 

Jahreskreisfeste sind eine wunderbare Gelegenheit, um sich mit dem Rhythmus der Natur anzugleichen, etwas zu entschleunigen und sich selbst ein paar wichtige Fragen zu stellen.

 

Raus aus dem „Höher-schneller-weiter“-Modus.

 

Hin zu „Wer bin ich eigentlich und wo will ich hin?“

 

Die 8 Jahreskreisfeste bieten 8 mal im Jahr die Möglichkeit, inne zu halten, zu reflektieren, neue Ideen und Projekte ins Leben zu rufen, sich über das zu freuen, was man schon geschafft hat und um Altlast loszulassen.

 

Für alle, die sich mehr vom Leben erhoffen, als immer nur im Alltag zu funktionieren und keine Zeit für die eigenen Bedürfnisse zu haben.

Wie können wir die Jahreskreisfeste heute für uns nutzen?

 

# Imbolc – Schmiede deine Visionen, Ideen und Projekten für das neue Jahr. Säe die Samen für das, was du im Herbst ernsten möchtest.

# Frühlingstagundnachtgleich (Ostara) – Leg deine eigene Kreativität und Schaffenskraft frei und lass sie fließen.

# Beltane – Feiere deine Sinnlichkeit, Selbstliebe und Fruchtbarkeit (nicht nur im körperlichen Sinne, auch in Bezug auf Ideen und Projekte). Die männlichen und weiblichen Aspekte in uns sind im Gleichgewicht.

# Sommersonnenwende (Litha) – Erkenne die Fülle in deinem Leben und nimm sie an.

# Lughnasadh – Wertschätze deine eigenen Talente und die kleinen Ernten, die du in diesem Jahr schon einfahren konntest

# Herbsttageundnachtgleiche (Mabon) – Feiere deine großen Erfolge und erkenne auch an, was (noch) nicht so glatt gelaufen ist. Fehler sind eine wunderbare Möglichkeit, um zu wachsen.

# Samhain – Was haben deine Ahnen dir mit auf den Weg gegeben? Was davon möchtest du loslassen?

# Wintersonnenwende (Yule) – Es ist Zeit, das alte Jahr loszulassen und sich auf das neue Jahr vorzubereiten.

Welchen Vorteil, hat es für uns, Jahreskreisfeste auch heute noch zu feiern?

Jahreskreisfeste geben dem Jahr Struktur und Halt und können helfen, Ideen oder Projekte nicht nur auf der imaginären Ebene zu kreieren, sondern auch umzusetzen.

Sie sind die wunderbare Möglichkeit, sich 8 Mal im Jahr, Zeit zu nehmen, über seine Bedürfnisse nachzudenken und sich ihnen bewusst zu werden.

Viele von uns haben einen übervollen Alltag und nehmen sich kaum Zeit, um auch mal nach Innen zu lauschen. Die Familie oder der Beruf spannt sie voll ein.

Genau richtig für alle, die sich mehr vom Leben erhoffen, als immer nur den selben miefigen Alltagstrott.

Anstatt die Samen für Gemüse und Getreide unter die Erde zu bringen, säen wir Samen für neue Projekte und Ideen.

Fazit

Jahreskreisfeste sind uralte Bräuche, die man sehr gut auch an unser heutiges Leben anpassen kann.

Sie geben Struktur und können helfen, uns auf das zu besinnen, was uns wichtig ist und uns ausmacht. 

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

Hey, ich bin Ruby und mit meinen kostenlosen Sonntagsimpulsen bekommst du jede Menge Tipps rund um Wild- & Heilkräuter, Entspannung, alte Bräuche, Naturverbundenheit und Basenfasten mit Heilpflanzen.

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Essbare Wildpflanzen und Kräuter sammeln im März

 

 

 

 

 

 

Foto: Ruby Nagel

Essbare Wildpflanzen und Kräuter sammeln im märz

Man kann förmlich zusehen, wie die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Manche Pflanzen sind noch schüchtern, mit Schlaf in den Augen. Andere stehen in voller Pracht.

Der Frühlingsanfang und die Frühlings-Tagundnachtgleiche sind nicht mehr weit.

In diesem Blogartikel zeig ich dir eine Auswahl an Wildpflanzen und Kräutern, die du im März findest und wofür sie angewendet werden.

Wichtig: Auf einigen großen Internetseiten, die Wissen über Kräuter vermitteln, wirst du lesen können, dass du im März Wurzeln sammeln kannst. Ich denke, das ist falsch und nicht gut für die Pflanze.

Wurzeln, Blätter, Blüten zu sammeln, bedeutet immer auch der Pflanze eine kleine Öffnung oder Verletzung zuzuführen, die sie wieder schließen muss. Stell es dir wie eine Art „Wundheilung“ vor.

Wenn wir jetzt Wurzeln sammeln und eine Wunde im Wurzelbereich zuführen, obwohl sie ihre Kräfte nach oben schickt, um neue Triebe zu entwickeln, stören wir ihren Rhythmus.

Bitte sammele nur Pflanzen, die du 100 % bestimmen kannst! Wenn du dir nicht sicher bist, lass die Pflanzen stehen.

Taubnessel (Lamium album)

Die Taubnessel gehört zu den Frühjahrskräutern, die besonders für Hummeln als Futter dient. Im Gegenzug verdankt die Taubnessel der Hummel ihr Überleben, denn die Hummel bestäubt ihre Blüten. Wenn später die reifen Samen aus den Blüten fallen, helfen die Ameisen dabei, sie in entferntere Gegenden zu transportieren. Dadurch kann die Taubnessel „reisen“ und neue Standorte erobern.

Ihr Aussehen erinnert an die Brennnessel. Die Taubnessel gehört aber zu den Lippenblütlern (und nicht zu den Brennnesselgewächsen) und ihre Haare brennen im Gegensatz zu den der Brennnessel nicht. Im Gegenteil. Sie fühlt sich eher weich an.

In der Pflanzenheilkunde verwendet man die Blüten. Sie unterstützen vor allem die weiblichen Urogenitalorgane – das heißt bei Entzündungen oder Reizungen der Genitalschleimhäute, bei Weißfluss, Eileiterentzündungen, zur Stärkung der Gebärmutter, bei Reizblasen und ständigem Harndrang.

Aber auch bei leichtem Krampfhusten und leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann die Taubnessel prima unterstützen.

Man wendet sie als Tee, Tinktur, Sitzbad und für Spülungen und Waschungen an.

An manchen Standorten blüht sie eventuell erst im April.

Persischer Ehrenpreis (Veronica persica)

Allerweltsheil wird sie in manchen Gegenden genannt. Oder auch Grindheil, Wundkraut und Viehkraut.

Oftmals wird die Pflanze als Unkraut im Garten herausgezogen und auf den Kompost geworfen - seine Heilwirkung aus der Volksheilkunde ist in Vergessenehit geraten.

Früher war der Ehrenpreis sehr beliebt. Man bereitete aus dem blühenden Kraut einen Tee und benutzte ihn bei Husten und Erkältungen, zum Gurgeln bei Schleimhaut- und Rachenentzündungen, gegen Ekzeme und Hautjucken, bei Appetitlosigkeit, Leber- und Nierenbeschwerden und bei Magenproblemen.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Der Löwenzahn ist eine echte Wetterstation. Bei schönem Wetter öffnet er seine Blüten schon morgens um 5h und zum Sonnenuntergang schließt er sie wieder. An trüben Regentagen gehen sie gar nicht erst auf.

Im Frühjahr sammelt man seine Blätter und Blüten und bereitet sie zu einer Tinktur oder einem Tee zu. Aber auch in den Speiseplan kann man den Löwenzahn prima mit einbeziehen. Seine Blätter und Blüten schmecken sehr lecker im Salat. Die Blätter sind leicht bitter, aber Bitterstoffe sind sehr wichtig für eine starke Gesundheit.  

Die Wirkstoffe des Löwenzahns unterstützen bei Leber- und Gallenproblemen, regen den Appetit an, entgiften und entschlacken den Organismus, unterstützen bei Diabetes mellitus und bei Hautproblemen wie Ekzeme oder Neurodermitis.

Brennnessel (Urtica dioica)

Die Brennnessel und der Löwenzahn werden gerne zusammen benutzt, denn sie ergänzen sich wunderbar.

Im Frühjahr sammelt man die frischen Triebe der Brennnessel. Ab dem Frühsommer kann man auch die Früchte ernten. Die sind sehr eiweißhaltig und verbessern die Spermabildung beim Mann und die Fruchtbarkeit bei der Frau.

Die Wurzel, deren Wirkstoffen Männer mit Prostatabeschwerden helfen, sammelt man im Herbst. Die Wurzel unterstützt besonders bei Resturin und Problemen beim Wasserlassen bzw. nächtlichem Wasserlassen.

Jetzt im Frühling benutzt man die frischen Triebe zum Entgiften und Entschlacken. Eine wahre „Verjüngungspflanze“ ist die Brennnessel, Sie steigert die Nierenleistung und dadurch werden das Blut, die Lymphe und alle Organe gereinigt.

Aber auch auf dem Teller ist die Brennnessel sehr lecker. Man kann sie als Pesto zubereiten, in Smoothies geben, wie Spinat kochen oder die berühmte Brennnesselsuppe daraus zaubern.

 

Gundelrebe (Glechoma hederacea)

Die Gundelrebe erlöst von der Idee, immer alles alleine machen zu müssen. Die wächst als Gruppe, verflochten mit anderen ihrer Artgenossen.

Man sammelt im Frühjahr das blühende Kraut ohne Wurzel und bereitet daraus einen Tee oder eine Tinktur.

Die Gundelrebe (oder auch Gundermann genannt) enthält wichtige Wirkstoffe, die antibiotisch, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, wundheilend und entgiftend wirken.

Verwendet wird die Gundelrebe hauptsächlich bei Problemen des Atmungssystems, wie Asthma, Bronchitis, Sinusitis, Husten und Schnupfen. Aber die Gundelrebe stärkt auch die Niere und die Blase (z.B. bei einer Reizblase), wirkt wundheilend (vor allem bei eitrigen Wunden) und hilft dabei, den Organismus im Frühjahr zu entschlacken.                                         

Sein Volksname „Soldatenpetersilie“ weist darauf hin, dass man sie in kleinen Mengen auch essen kann. Zum Beispiel mit anderen Kräutern im Salat gemischt.

Suchst du noch nach dem richtigen Bestimmungsbuch? In diesem Instagram-Post stelle ich ein paar vor. (Klick)

Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Die Brunnenkresse liebt sauberes, langsam fließendes Wasser mit relativ gleichbleibender Temperatur an Quellen, Bächen und Flüssen. 

In manchen Gegenden wird sie auch Bachbitterkraut oder Wasserkresse, Bitterkresse oder Wassersenf genannt.

Sie gehört wie Löwenzahn und Brennnessel zu den entschlackenden Frühlingskräutern und wirkt sich somit positiv auf Gicht, Rheuma und manche Hautkrankheiten aus.

Ihre Wirkstoffe unterstützen außerdem bei Husten und Erkältung, sie stärken die Verdauungsorgane und lindern Nieren- und Blasenprobleme.

Man verwendet vor allem das frische Kraut. Zum Beispiel als Frischpresssaft oder im Salat.

Achtung: Die Brunnenkresse sollte nur in kleinen Mengen verzerrt werden, weil sie ansonsten die Magenschleimhaut reizen könnte.

 

Fazit:

Die Sammelsaison hat endlich begonnen und wir können uns frische Wildkräuter für Smoothies, wilde Salate, Tinkturen, Salben, Essig-Auszüge und viele andere wertvolle Pflanzenschätze ins Haus holen.

Wildkräuter haben eine hohe Konzentration an Wirkstoffen. Fang mit kleinen Mengen an, um deinen Organismus nicht zu überfordern, denn ansonsten könnte es zu Durchfall oder Kopfschmerzen kommen.

Und wie immer gilt natürlich: sammele nur das, was du 100% bestimmen kannst!

 

Willst du lernen, Wild- und Heilpflanzen in Pflanzenmedizin zu verarbeiten und richtig anzuwenden? Dann kann ich dir helfen. Lies einfach hier weiter. (Klick.)

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

Hey, ich bin Ruby und mit meinen kostenlosen Sonntagsimpulsen bekommst du jede Menge Tipps rund um Wild- & Heilkräuter, Entspannung, alte Bräuche, Naturverbundenheit und Basenfasten mit Heilpflanzen.

Essbare Wildkräuter sammeln: Tipps für Anfänger

Foto: Ruby Nagel


Essbare Wildkräuter sammeln: Tipps für Anfänger

Wenn im Frühjahr die Natur erwacht, bekomm ich richtiges kribbeln in den Fingern und freu mich, dass die Kräutersaison wieder losgeht.

Kräuter selbst zu sammeln bedeutet auch, mehr an der frischen Luft zu sein und mit Sauerstoff aufzutanken, sich eine kostenlose Mahlzeit mit Vitamin- und Mineralstoffbomben zu schenken, neue Schätze für die grüne, pflanzliche Hausapotheke herzustellen und den Alltagsstress abpurzeln zu lassen.

Für alle Einsteiger gibt es in diesem Artikel ein paar Tipps und Grundregeln, die man beachten sollte.

Diese Grundregeln solltest du beachten:

Um Wildkräuter sicher zu sammeln, der Natur, aber auch dir selbst nicht zu schaden und um die bestmögliche Pflanzenqualität zu haben, gibt es ein paar Grundregeln zu beachten.

#1 - Sammele nur Pflanzen, die du 100% bestimmen kannst

Das ist wichtig, da einige Pflanzen, giftige Doppelgänger haben. Aber keine Angst, es gibt ganz viele Pflanzen, die sich leicht bestimmen lassen. Weiter unten zeige ich dir ein paar.

 

# 2 - Sammele nur an sauberen Standorten

Suche dir zum Sammeln nur schöne Orte. Fernab von Autoabgasen, Landwirtschaft, Fabriken oder Stellen, an denen Mensch oder Hund potentiell sein Geschäft vollbringen würde.

 

# 3 - Benutze einen Korb oder einen Stoffbeutel zum Sammeln

So können deine gesammelten Schätze besser atmen und behalten ihre schöne Qualität. In Plastikbehältern und -tüten fangen sie an zu „schwitzen“ und werden schlapp und latschig.

 

# 4 - Achte auf die Sammelzeit

Die beste Sammelzeit ist morgens, an einem schönen Tag, wenn der Tau abgetrocknet ist und die Sonne noch nicht zu heiß brennt.

Fortgeschrittene achten auch auf den Mondstand.

 

# 5 - Was beim Sammeln selbst wichtig ist:

  • ernte nur an Standorten an denen viele der Pflanzen wachsen, die du sammeln möchtest
  • ernte nie mehr als 1/3 der Pflanzen, die an diesem Standort stehen (Das ist wichtig, weil Pflanzen auch Insekten- und Tierfutter sind und weil die Pflanze selbst sich auch vermehren können soll.)
  • ernte nur so viel, wie du gerade brauchst
  • ernte nur „schöne“ Pflanzenteile, d.h. ohne Fraßstellen, Schneckenschleim, Flecken, etc.
  • Wurzeln nur im Herbst sammeln und dann nur kleine Portionen, so dass die Pflanzen keinen Schaden trägt.
  • Im Winter wird nicht gesammelt. Da lassen wir die Pflanzen sich ausruhen.
  • nichts sammeln, das unter Naturschutz steht

Tipp: Junge Blätter schmecken zarter als ältere. Besonders Neulinge sind sonst schnell von zu vielen Bitterstoffen vergrault und machen lange Zähne.

 

# 6 - Die Pflanzen schnell verarbeiten

Je frischer die Pflanzen verarbeitet werden, desto mehr Wirkstoffe sind aktiv.

 

 

# 7 - Beschriften nicht vergessen

Klingt logisch, vergessen aber Einige. Das ist vor allem wichtig, wenn man in die Sammelsucht verfällt und mehrere Gläschen und Fläschchen zu Hause stehen hat.

Bestimmungsbücher

Bestimmungsbücher sind neben angeleiteten Kräuterwanderungen oder -kursen eine gute Alternative, um Wildpflanzen zu bestimmen.

Hier eine kleine Auswahl an Bestimmungsbüchern:

(Kleiner Tipp: Bestell sie nicht im Internet, sondern geh in einen Buchladen und blätter die Bücher durch. Ein Bestimmungsbuch muss praktisch für einen sein. Manch einer legt Wert darauf, dass es nicht zu viel wiegt, ein anderer möchte möglichst viele Abbildungen und Fotos. Indem du die Bücher durchblätterst, wirst du merken, was dir wichtig ist.

Essbare Wildpflanzen – 200 Arten bestimmen und verwenden

von Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann + Roland Spiegelberger

AT-Verlag, ISBN: 978-3-03800-886-6

256 Seiten

Zu jeder Pflanze gibt es die grundlegenden botanischen Angaben und die wichtigsten Erkennungsmerkmale mit detaillierten Illustrationen und Farbfotos.

Wildkräuter finden: Der Blitzkurs für Einsteiger

von Christine Schneider

Ulmer Verlag, ISBN: 978-3-8186-0002-0

128 Seiten

33 Porträts essbarer Wildkräuter, mit Angaben zum Standort und den wichtigsten Merkmalen. inkl. Rezeptideen

Was blüht denn da?

von Marianne Golte-Bechtle, Margot Spohn, Roland Spohn

Kosmos Verlag, EAN: 9783440139653

496 Seiten

über 870 Pflanzen, Einteilung nach Blütenfarbe, aktualisierte Verwechslungsarten und alle Informationen zur Unterscheidung helfen bei der präzisen Bestimmung

Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger: Wildkräuter sammeln - aber richtig

von Eva-Maria Dreyer

Kosmos Verlag, EAN: 9783440126233

144 Seiten

Unsere essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln, zubereiten

von Rudi Beiser

Kosmos Verlag, EAN: 9783440159101

280 Seiten

Über 600 Fotos und Zeichnungen sowie ausführliche Beschreibungen über alle wichtigen Merkmale. Inklusive Rezeptideen für Salate, Suppen oder Nachspeisen und Anregungen zum nährstoffschonenden Konservieren der Wildkräuter.

Essbare Wildkräuter für Einsteiger

Ich kann verstehen, wenn du vielleicht etwas Respekt vor’m selber sammeln hast. Schließlich willst du nichts falsch machen und vor allem keine giftigen Pflanzen sammeln.

Aber da kann ich dich beruhigen: es gibt essbare Wildkräuter (und essbare Bäume), die auch ein Anfänger leicht erkennt und bei denen keinerlei Gefahr besteht.

Hier eine kleine Auswahl:

  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Spitzwegerich
  • Gänseblümchen
  • Rotklee
  • Hirtentäschel
  • Holunderblüten
  • Hagebutten
  • Haselkätzchen
  • Lindenblüten
  • Birkenblätter

Fang am besten nur mit 2, 3 Pflanzen an und übe so lange, bis sich dein Auge an die Pflanzen gewöhnt hat.

Es ist wie beim Pilze sammeln: zuerst sieht man nur grün und mit der Zeit erkennt man die verschiedenen Pflanzen.

Die Angst vorm Fuchsbandwurm

Eine Infektion mit einem Fuchsbandwurm ist eine meldepflichtige Krankheit, die nicht zu unterschätzen ist. In den meisten Fällen wird die Leber befallen und unbehandelt kann das tödliche Folgen haben.

Etliche Menschen sammeln keine Kräuter, weil sie Angst vor’m Fuchsbandwurm haben. Das ist normal.

Aber wie hoch ist das Risiko überhaupt?

2018 haben in Deutschland 152 Menschen einen Millionengewinn im Lotto gemacht.

Im Vergleich dazu gab es 27 gemeldete Fälle einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm.

Und 3275 Tote im deutschen Straßenverkehr.

Das Risiko, sich mit einem Fuchsbandwurm zu infizieren, ist also eher gering.

Hast du schon mal Kräuter gesammelt? Welches ist dein Lieblings-Bestimmungsbuch?

Erzähl’s mir und den anderen Lesern im Kommentar.

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

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Grüner Hafertee: mit Haferstroh die Nerven stärken

 

 

 

 

 

 

Foto: Alvaro Trabazo Rivas | Dreamstime.com

Hafertee Wirkung: Wie grüner Hafertee deine Nerven stärkt

Wenn du viel um die Ohren hast, kennst du sicherlich das Gefühl von hauchdünnen Nerven. >> Die kleinste zusätzliche Belastung fühlt sich an wie eine unüberwindbare Aufgabe, bei der man fast zusammenbricht.

Genau für solche Phasen ist Hafer der Retter in der Not, denn er nährt und stärkt er die Nerven - sanft, aber nachhaltig.

In diesem Artikel erfährst du, wie Hafertee wirkt, wie du Haferstroh richtig anwendest und was die Pflanze sonst noch alles kann.

Hafer als Heilpflanze: 3000 Jahre Erfahrungsmedizin

Hafer (botanisch Avena sativa) wird seit mehr als 3000 Jahren angebaut. Er gilt nicht nur als wertvolles Nahrungsmittel, sondern hat sich auch in der Pflanzenheilkunde fest etabliert.

In der Pflanzenheilkunde kommen sowohl Haferkraut als auch Haferstroh zum Einsatz - beides sind oberirdische Pflanzenteile (Blätter und Stängel), die getrocknet und klein geschnitten werden. Welche der beiden Drogen verwendet wird, hängt von der Anwendung ab: die eine wirkt innerlich, die andere äußerlich.

Haferkraut und Haferstroh >> zwei Arzneidrogen

In der Apotheke begegnen dir zwei unterschiedliche Hafer-Drogen, die beide medizinisch genutzt werden: das Haferkraut (Avenae herba) und das Haferstroh (Avenae stramentum).

Der Unterschied liegt im Erntezeitpunkt: Haferstroh wird nach der Blüte geschnitten, während das Haferkraut bereits vor der Vollblüte geerntet wird. Die Pflanze ist zu diesem Zeitpunkt noch grün, daher auch die Bezeichnung „grünes Haferkraut“. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass sich die Inhaltsstoffe beider Drogen nur wenig unterscheiden.

Die traditionellen Einsatzbereiche unterscheiden sich allerdings: Haferstroh kommt vor allem äußerlich zum Einsatz. Klassischerweise als Haferstrohbad bei entzündlichen und juckenden Hauterkrankungen. Das Haferkraut hingegen wird innerlich angewendet - z. B. als Tee oder Tinktur zur Stärkung der Nerven.

Hafertee Wirkung: Was Haferkraut für deine Nerven tut

Hafer enthält eine ganze Reihe wichtiger Mineralien, Vitamine und Pflanzenstoffe, die ihn zu einer der wichtigsten Heilpflanzen gegen Erschöpfungszustände machen. Für die innerliche Anwendung - also für Tee und Tinktur - kommt dabei das Haferkraut zum Einsatz. Im Folgenden gehe ich genauer auf die einzelnen Wirkungen ein.

Haferkraut stärkt die Nerven

Hafer hilft besonders dann, wenn du das Gefühl hast, aus deinem natürlichen Rhythmus geraten zu sein … gejagt und gehetzt von zu vielen Terminen und Aufgaben, als wäre ein 24-Stunden-Tag einfach zu kurz.

Hafer stärkt und nährt die Nerven und macht uns dadurch belastbarer. … vielleicht zum besseren Verständnis: er macht das nicht mit einem riesen Feuerwerk, sondern es passiert Schritt für Schritt bei täglicher Anwendung über Wochen hinweg und er stärkt von innen heraus.

Wichtig dabei: Hafer soll nicht dazu dienen, noch mehr zu schaffen. Pausen bleiben essenziell, damit Muskeln und Nerven sich wirklich entspannen können. Aber Hafer hilft dir, arbeitsintensive Phasen besser zu meistern und dich danach schneller zu erholen.

Haferkraut bei Schlafproblemen

Haferkraut wirkt auch unterstützend bei Schlafstörungen, die durch Nervosität entstehen, denn es beruhigt die Nerven und hilft dadurch, innere Unruhe abzubauen.

Wie viele Heilpflanzen wirkt Hafer sanft und braucht eine regelmäßige Anwendung, um sein volles Potenzial zu entfalten. Wer also seinen Schlaf-wach-Rhythmus ins Lot bringen möchte, sollte Hafertee über einen längeren Zeitraum testen. Aber die Geduld zahlt sich aus, wirst du sehen.

Haferkraut zur Unterstützung des Stoffwechsels

Haferkraut-Tee wird in der Naturheilkunde traditionell zur Unterstützung von Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozessen verwendet. Durch seine leicht harntreibenden Eigenschaften kann er die natürliche Ausscheidung über die Nieren fördern. Darüber hinaus enthält Haferkraut bioaktive Pflanzenstoffe, die dabei unterstützen, Entzündungen zu hemmen und den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen. 

Wenn dich der Zusammenhang zwischen körpereigene Entgiftung und Entspannung interessiert, findest du hier weitere Artikel:

Haferstroh für die Haut

Ein Vollbad oder eine Waschung mit Haferstroh-Sud wirkt entzündungshemmend, zusammenziehend und lindert Juckreiz.

Zubereitung für das Badewasser:

50–100 g getrocknetes Haferstroh in 2 Liter Wasser geben, 30 Minuten kochen, abfiltern und dem Badewasser hinzufügen.

Grüner Hafertee und Hafer-Tinktur: So wendest du sie an

Haferkraut kann auf zwei Arten zur innerlichen Anwendung genutzt werden: als Tee oder als Tinktur.

Haferkraut-Tee zubereiten

  1. 1 EL Haferkraut mit 250 ml heißem (nicht kochendem) Wasser übergießen
  2. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen
  3. Abfiltern
  4. 3 Tassen pro Tag trinken

Haferkraut gehört zu den Heilpflanzen, die etwas Zeit brauchen, um zu wirken – dafür stärken sie die Nerven aber nachhaltig und von innen heraus.

Hafer-Tinktur

Die Tinktur hat den Vorteil, dass keine Zubereitung nötig ist: Einfach morgens und abends die empfohlenen Tropfen einnehmen.

Hafer in der Ernährung: Mehr als nur Tee

Auch als Lebensmittel ist Hafer ein echtes Kraftpaket und kann den Effekt von Haferkraut-Tee oder Tinktur zusätzlich unterstützen.

Hafermilch selber machen

Hafermilch ist eine gute pflanzliche Alternative zu Tiermilch, leichter verdaulich und stärkt den Körper von innen.

Zutaten:

  • 1 l Wasser
  • 50 g Haferflocken
  • optional etwas Dattel-, Ahorn- oder Agavensirup

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Mixer geben und 3–4 Minuten mixen, bis eine Milch entsteht. Anschließend durch ein feines Sieb oder Tuch abfiltern, in eine saubere Flasche füllen, im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen aufbrauchen. Die Hafermilch eignet sich auch wunderbar für Smoothies.

Hafersprossen und Haferkeimlinge

Sprossen und Keimlinge sind noch nährstoffreicher als Haferflocken und lassen sich ganz einfach auf der Fensterbank ziehen.

Du brauchst:

  • Ein Sprossenglas (erhältlich im Bioladen, Reformhaus oder bei DM)
  • Eine Packung Nackt-Hafer

So geht’s:

Die Körner 8 Stunden (z. B. über Nacht) in Wasser einweichen, danach in das Sprossenglas geben und täglich einmal durchspülen. Nach 2-3 Tagen hat jedes Korn einen Keim und kann gegessen werden. Lecker im Salat, auf Brot oder über jedem Gericht.

Haferbrei für Menschen, die schnell frieren

Ein warmer Haferbrei tut besonders fröstelnden Menschen gut, denn er wärmt und nährt von innen. Mit Rosinen, klein geschnittenem saisonalem Obst, einer Prise Salz und Sonnenblumenkernen oder Haselnüssen wird daraus ein sättigendes, stärkendes Frühstück. Im Winter reibe ich gerne noch frischen Ingwer dazu.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Keine bekannt.

Kurzer Heilpflanzensteckbrief:

 

  • Botanische Bezeichnung: Avena sativa L.
  • Andere Namen: Saat-Hafer, Echter Hafer, Flughafer (für Wildformen)
  • Familie: Süßgräser (Poaceae/Gramineae)
  • Blütezeit: Juni - August
  • Erntezeit: Haferkraut vor der Vollblüte (Juni/Juli), Haferstroh nach der Blüte (Juli/August)
  • Standort: sonnig, nährstoffreicher, lockerer Boden
  • Medizinisch verwendeter Pflanzenteil: oberirdische Pflanzenteile – Haferkraut (innerlich) und Haferstroh (äußerlich)
  • Anwendungsformen: Tee, Tinktur, Bad, Homöopathie
  • Wuchsform: einjährige Kulturpflanze (Getreide)
  • Erkennungsmerkmale: schmale, lineale Blätter mit parallelen Blattnerven, hohle Halme, locker überhängende Rispen mit den charakteristischen Haferkörnern
  • Anbau: klassische Feldkultur, eignet sich aber auch für den Anbau im Garten oder Hochbeet
  • Wirkstoffe: u. a. Flavonoide, Ballaststoffe, Vitamin B1 und B6, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Saponine, Kieselsäure

Kurz und knackig: das bewirkt Hafer als Heilpflanze

  • stärkt und nährt die Nerven
  • beruhigt
  • bei nervös bedingten Schlafproblemen
  • macht stressresistenter
  • nach großen Anstrengungen und langer Krankheit
  • hilft, in seinem eigenen Rhythmus zu bleiben
  • wirkt entzündungshemmend
  • gegen Juckreiz
  • bei sensibler, geröteter Haut
  • bei Ekzemen und Neurodermitis
  • stärkt Haut und Nägel
  • „entschlackt“ und reinigt den Körper
  • unterstützt den Säure-Basen-Haushalt des Körpers

Ist Entspannung ein Thema für dich? 

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Und falls du dir fundiertes Heilpflanzenwissen aneignen willst:

begleite ich dich gerne dabei.

In meinem Kräuterkurs lernst du nicht nur einzelne Pflanzen kennen, sondern verstehst auch:

  • wie sie wirken,
  • wie man sie traditionell und heute anwendet,
  • mögliche Grenzen
  • und die sichere Verarbeitung im Alltag.

Schritt für Schritt baust du dir ein fundiertes Wissen über heimische Heilpflanzen auf! Verständlich erklärt, praxisnah und naturverbunden.

 … Denn altes Kräuterwissen ist unglaublich wertvoll. Und ich finde, es verdient es, bewahrt und weitergegeben zu werden.

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Essbare Wildpflanzen und Kräuter sammeln im Februar

 

 

 

 

 

 

Foto: Ruby Nagel

Essbare Wildpflanzen und Kräuter sammeln im Februar

Seit der Wintersonnenwende Mitte Dezember fließen ganz langsam die Pflanzenkräfte wieder aus der Wurzel raus nach oben. Einige Wochen lang bleibt das Spektakel für unser menschliches Auge nicht sichtbar, aber jetzt im Februar kommen die ersten Triebe, Blätter und Blüten.

Hier in diesem Blogartikel zeig ich dir eine Auswahl an Wildpflanzen und Kräutern, die du im Februar finden kannst und wofür sie angewendet werden.

Wichtig: Auf einigen großen Internetseiten, die Wissen über Kräuter vermitteln, wirst du lesen können, dass du im Februar noch die letzten Wurzeln sammeln kannst. Ich denke, das ist falsch und nicht gut für die Pflanze.

Wurzeln, Blätter, Blüten zu sammeln, bedeutet immer auch der Pflanze eine kleine Öffnung oder Verletzung zuzuführen, die sie wieder schließen muss. Stell es dir wie eine Art „Wundheilung“ vor.

Wenn wir jetzt Wurzeln sammeln und eine Wunde im Wurzelbereich zuführen, obwohl sie ihre Kräfte nach oben schickt, um neue Triebe zu entwickeln, stören wir ihren Rhythmus.

Bitte sammele nur Pflanzen, die du 100 % bestimmen kannst! Wenn du dir nicht sicher bist, lass die Pflanzen stehen.

Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana)

Der Haselnussbaum steht im Februar in voller Blüte – man sieht sie schon von Weiten, denn der Haselstrauch hat noch keine Blätter, aber schon 1000 Blüten.

Ich finde, sie hängen wie Kommas in der Luft.

Jetzt ist die Zeit, um Haselkätzchen zu ernten. Aber nur so viele, wie man gerade braucht, denn die Blütenkätzchen sind auch Futter für die Insekten.

Sie regen den Stoffwechsel und den Kreislauf an, entschlacken, wirken schweißtreibend und enthalten viele wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen.

Es bietet sich eine kleine Haselkätzchen-Teekur an. Dafür übergießt man 1-2 EL Haselkätzchen mit heißem Wasser, lässt es abgedeckt 7 Minuten ziehen und trinkt ihn ungesüßt. 2x täglich 1 Tasse.

Die Haselkätzchen können auch in die ersten Wildkräutersmoothies oder –salate gegeben werden.

Veilchen (Viola odorata)

Das Veilchen liebt Laubwälder, Waldränder und Wald- und Wiesenwege. Es wächst gerne an halbschattigen Orten.

Wenn du das Veilchen entdeckst, dann knie dich zu ihm runter und rieche seinen wunderbaren Duft. In Fertigprodukten finde ich Veilchenduft meistens schrecklich, aber der echte Duft der Blüten bezirzt regelrecht.

Im Februar werden die Veilchenblüten gesammelt.

Sie lösen und beruhigen festsitzenden Husten, stärken bei einer Erkältung, wirken gegen Bakterien, Pilze und Viren, senken Fieber und treiben den Schweiß, beruhigen Kopfschmerzen und glätten und erweichen Narben. Veilchenblüten beruhigen die Magenschleimhaut, sind bei Verstopfung leicht abführend und beruhigen die Nerven.

Die Veilchenblüten werden innerlich als Tee oder Tinktur und äußerlich als Ölauszug oder Salbe angewendet.

Als kleines Leckerli zum Frühstück kann man aus den Blüten ein Veilchengelee herstellen und natürlich sehen die Blüten im Salat oder auf einem Kuchen sehr schön aus.

Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Das Lungenkraut mag halbschattige bis schattige Standorte.

Bei uns im Wald stehen jede Menge davon. Sie sind eine echte Augenweide: zarte rosa-blau-violette Blüten und rau behaarte, mit weißen Flecken versehene Blätter.

Die ersten jungen Blätter kann man in Wildkräutersalaten und –suppen essen. Sie schmecken mild, ganz leicht bitter und irgendwie nach Kohl.

Als Heilpflanze wird das Lungenkraut schon seit dem Mittelalter benutzt. Hildegard von Bingen empfahl es gegen Lungenleiden und Atemwegserkrankungen – ganz wie sein Name schon sagt.  

Am meisten wird das Lungenkraut als Tee, Tinktur oder homöopathisch angewandt.

Es unterstützt bei grippalen Infekten und Erkältungen, die mit Auswurf, Husten und verschleimten Luftwegen einhergehen.

Vogelmiere (Stellaria media L.)

Die Vogelmiere blüht fast das ganze Jahr über. Sie verbreitet sich rasend schnell, bedeckt den Boden wie ein grüner Teppich und wird von Gärtnern oft als Unkraut verkannt.

Dabei schmeckt sie lecker im Wildkräutersalat und enthält ganz viel Vitamin A und C.

Sie wächst an Wegesrändern und in Menschennähe.

Vogelmiere ist eines der Wildkräuter, die in der Küche total begehrt sind. Man kann daraus Pesto machen, es Smoothies und Wildkräutersalaten beigeben, zu Kartoffel und Reis essen, als Kräuterquark oder in Kräuterbutter oder zu einem pflanzlichen Aufstrich weiterverarbeiten.

Benutzt wird das ganze Kraut. Es schmeckt mild und ein bisschen nach Erbse.

In der Naturheilkunde zählt es zu den Frühlingskräutern, die das Blut reinigen und den Körper entschlacken. Es kräftigt, hemmt Entzündungen, treibt den Harn, löst Schleim und stillt Schmerzen.

Äußerlich benutzt man den Tee für Waschungen, Umschläge und Bäder bei entzündeten Augen, Hämorrhoiden, Quetschungen, Wunden und Juckreiz.

Kneip verordnete es bei Husten wegen seiner schleimlösenden, entzündungswidrigen Wirkung.

 

Rezept für eine (fast) rohe Vogelmiere-Suppe:

In einen Mixer frische, junge Vogelmiere, etwas Olivenöl, Knoblauch und eine Prise Salz geben. Etwas Wasser dazu und mixen.

1, 2 gedünstete Kartoffeln dazu und noch mal mixen. Die Kartoffeln sollten nur kurz gemixt werden, ansonsten werden sie eine gummiartige Masse.

Die Suppe wird entweder kalt gegessen oder vorsichtig ganz minimal erwärmt. Erhitzt man sie zu schnell und zu stark, verwandelt sich ihr schönes Grün in ein unappetitliches Braun.

Fichtennadeln (Picea abies)

Wenn du das nächste Mal in einer Fichtenlichtung stehst, dann trau dich, deine Schuhe auszuziehen und den mit Fichtennadeln bedeckten Boden direkt unter deinen Füßen zu spüren. Es fühlt sich an wie ein Teppich und federt leicht nach. Total angenehm.

Fichtennadeln wirken antibakteriell, schweißtreibend und schleimlösend. Sie regen die Durchblutung an und sind deshalb erwärmend.

Wer jetzt im Februar von einer Erkältung mit Husten, Fieber und Muskelkater geplagt ist, dem tut ein Fichtennadelbad sehr gut. Sein harzig, aromatischer Duft befreit die Atemwege.

Rezept für ein Fichtennadelbad

Normalerweise werden die jungen Fichtentriebe zu Pflanzenmedizin verarbeitet, allerdings stecken die erst im April ihre Nase heraus. Für dieses Fichtennadelbad kann man allerdings auch sehr gut den Neuwuchs vom letzten Jahr benutzen. Fichtennadeln, die schon härter sind.

Für 1 Vollbad mixt du ca. 5 EL Fichtennadeln zu einem Pulver und gibst es anschließend mit 100 g Salz, und 1 EL Bio-Olivenöl in das Badewasser.

Bärlauch (Allium ursinum)

Nach einem milden Winter zeigt sich der Bärlauch gerne schon im Februar.

Aber Achtung, bevor du auf Bärlauch-Jagd gehst, informiere dich gut, denn er hat giftige Doppelgänger: die Herbstzeitlose und das Maiglöckchen.

Obwohl sie sich in den meisten Wachstumsphasen nicht so ähnlich sehen, gibt es trotzdem einen kurzen Zeitraum, wo keine von ihnen blüht und ihre Blätter sich ähneln. Vor allem, wenn man noch kein geschultes Auge hat. Also: Vorsichtig sein und vor’m Sammeln richtig belesen oder jemanden fragen.

(Die Herbstzeitlose steht im Gegensatz zum Bärlauch eher auf Wiesen und nicht im Wald, aber das weiß man als Anfänger nicht unbedingt.)

 

Der Bärlauch liebt feuchte, humusreiche Laubwälder. Er gehört zu den kräftigenden Frühlingskräutern, die das Blut reinigen, den Körper entsäuern und entgiften, die Durchblutung fördert, den Appetit anregt und die Verdauung verbessert und Entzündungen hemmt.

Auch den Bärlauch kann man klasse im Frühjahr in seinen Speiseplan einbauen: z.B. als Pesto, Brotaufstrich, Suppe, in Wildkräutersalaten und –smoothies oder als Gemüsebeilage.

Naturheilkundlich benutzt man die Bärlauchtinktur.

Huflattich (Tussilago farfara)

Tussilago farfara – so ein schöner Name und so eine tolle Heilpflanze und trotzdem gilt er bei Unwissenden als Unkraut. Vielleicht auch deshalb, weil er extrem widerstandsfähig ist und kaum auszurotten geht. Seine unterirdischen Ausläufer verbreiten sich in alle Himmelsrichtungen und bilden ein meterlanges, tief verwurzeltes Netz.

In der Pflanzenheilkunde wird der Huflattich innerlich für Atemwegsbeschwerden und äußerlich bei Hautproblemen eingesetzt: bei Husten, Heiserkeit, Verschleimung der Atemwege, bei asthmatischen Beschwerden, Schürfwunden, Abszessen, Verstauchungen und Quetschungen.

Für den Hausgebrauch kann man Huflattichblüten trocknen und räuchern. Sie riechen leicht nussig, warm und schaffen eine positive Raumenergie. Er baut auf, macht gute Laune und gibt das Gefühl von Geborgenheit und Schutz.

Fazit:

Langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf.

Wenn der Winter mild war, kann man auch im Februar schon Kräuter wie Spitzwegerich, Löwenzahn, Scharbockskraut, Brennnessel oder zarte Schafgarbenblätter finden.

Wie dir vielleicht aufgefallen ist, liegen die Hauptschwerpunkte dieser Pflanzen auf Husten/Erkältung und Blutreinigung/Detox. Interessant, oder? Genau das, was der Mensch um diese Jahreszeit braucht.

Viele Menschen quälen sich im Februar mit Erkältungen herum und das Frühjahr ist einer der 2 Momente im Jahr, in dem man seinen Körper entschlackt und entgiftet.

 

Die Sammelsaison beginnt so richtig im März. Mit der wärmer werdenden Jahreszeit ploppt das frische Grün aus allen Richtungen auf und wir können jede Menge Pflanzen finden, die uns fit erhalten, unseren Körper von innen heraus reinigen und eine ordentliche Portion Frühlingsvitamine geben.

Wenn du lernen möchtest, Wildkräuter und Heilpflanzen in Pflanzenmedizin zu verarbeiten und sicher anzuwenden und wenn du deine eigene Gesundheit und die deiner Familie positiv und natürlich unterstützen möchtest, dann lies hier weiter. (Klick.)

Kenn dich jede Woche etwas besser mit Wild- & Heilpflanzen aus und werd dadurch entspannter & naturverbundener!

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Jahreskreisfest Imbolc – Reinigungs- und Lichterfest

 

 

 

 

 

 

Foto: Ruby Nagel

Jahreskreisfest Imbolc – Reinigungs- und Lichterfest

Imbolc ist ein heidnisches Fest und stammt aus Zeiten in denen sich unsere Ahnen nicht nach einem Kalender richteten, sondern nach dem Stand der Sonne und des Mondes.

Seitdem das Christentum „Imbolc“ in „Lichtmess“ umgemodelt hat, wird es je nach Gegend am 1. oder 2. Februar gefeiert.

Aber eigentlich symbolisiert Imbolc die Winterhalbzeit und wurde ursprünglich in der Mitte und bei zunehmendem Vollmond, zwischen der Wintersonnenwende (Yule) und der Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche (Ostara) gefeiert.

Imbolc gehört zu den Mondfesten.

 

 

Die Bedeutung von Imbolc

Imbolc ist ein Lichter- und Reinigungsfest.

Anfang Februar merken wir allmählich, dass die Tage wieder länger werden und wir beginnen, uns den Frühling herbeizuwünschen. Wir gehen von der dunklen Jahreszeit (dem Winter) in die helle (dem Frühling).

Um diesen Gedanken oder die Idee symbolisch zu feiern, zünden wir Kerzen an.  

Wir wollen uns langsam, langsam vom Winter verabschieden und die Samen, die während der Raunächte gelegt wurden, sollen durch das Licht anfangen zu sprießen und zu keimen.

Naturvölker bezeichnen die Zeit um den Februarvollmond auch die „Zeit der Rast und Reinigung“. Sie nutzen die Zeit zum Reflektieren, Innehalten und zum (energetischen) Reinigen.

Es wird mit Masken und in Tierfellen gehüllt getanzt und gefeiert, um Altes abzuschütteln und Neues willkommen zu heißen.

 

 

Wie kannst du Imbolc für dich nutzen?

Ein Ritual für dich

Nimm dir ein bisschen Zeit, mach’s dir gemütlich und zünde eine Kerze an.

Lass den Winter und die dunkle Jahreszeit vor deinem inneren Auge vorbei laufen.

Frag dich:

  • „Was war in den letzten Monaten zu anstrengend für mich?“
  • „Was hatte ich mir anders vorgestellt, als es letzten Endes kam?“
  • „Wovon möchte ich in Zukunft weniger?“

Erfahrungsgemäß dauert es eine kleine Weile, bis die Gedanken und Erinnerungen fließen. Gönn dir die Zeit und schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt.

Wenn du fertig bist, verabschiede dich in Gedanken vom Winter und von all dem, was du nicht mehr möchtest oder brauchst.

Jetzt wird es Zeit, die „Samen in die Erde zu bringen“ und deine Zukunft zu kreieren.

Überlege, was in den letzten Monaten besonders schön war. Wovon möchtest du mehr?

Was wünscht du dir für deine eigene Zukunft oder für deine Projekte?

Schreibe auch hier wieder alles auf.

Wenn du magst, kannst du gerne auch die unten aufgezählten Pflanzen räuchern.

Beende das Ritual, indem du die Kerze ausbläst und alles Neue willkommen heißt.

Heilpflanzen, die dich zu Imbolc unterstützen

Die Birke (Betula alba)

Die Birke ist Lichtbringerin und Frühlingsbotin. Sie hilft bei allen Neuanfängen.

Hast du schon mal ihre Blätter im Wind tanzen sehen? Sie bewegen sich so geschmeidig und mit so einer Leichtigkeit, dass alleine der Anblick schon gut tut.

Sie ist ein Pionierbaum… auch hier steckt etwas vom Neuanfang drin, denn Pionierbäume sind die Bäume, die als erstes wachsen, wenn man eine Brachfläche sich selbst überlässt.

Die Birke hilft sowohl auf seelischer und emotionaler, als auch auf körperlicher Ebene beweglicher zu werden und in Fluss zu kommen. Sie weckt die Lebenssäfte, verjagt das Dunkle, Alte und bringt Licht und Neues.

Die Birke in der Pflanzenheilkunde

Die Birke transportiert jeden Tag fast 70l Flüssigkeit von ihren Wurzeln bis ganz nach oben in die obersten Spitzen.

Auf körperlicher Ebene sieht das so aus: sie entwässert den Körper und unterstützt die Nierenarbeit.

Der Birkensaft oder ein Tee aus frischen Birkenblättern treibt den Harn, reinigt das Gewebe und das Blut und leitet Gift- und Schlackestoffe aus. Sie lässt einen Schwitzen, vertreibt schlechte Stimmung, belebt innerlich und hilft bei Frühjahrsmüdigkeit.

Eine 3-wöchige Birkenblätter-Teekur regt den Stoffwechsel an und lässt einen wie neu fühlen.

 

Achtung: nicht für Schwangere, Stillende, bei Herz- oder Niereninsuffizienz

 

Birke räuchern

Zum Räuchern benutzt man Birkenholz und die Rinde. Bitte nur Holz und Rinde benutzen, die du auf dem Boden findest.

Die Birke regt die Kreativität an, hilft dabei, neue Sichtweisen auf bestimmt Situationen zu bekommen und vertreibt alteingesessene Geister (Praktisch, wenn man in ein neues Haus oder in eine neue Wohnung zieht und die Atmosphäre irgendwie seltsam ist.)

Birkenwasser für die Haare

Für lebendige, geschmeidige, glanzvolle Haare

 

Ein Rezept zum Nachmachen:

Gib eine Handvoll frischer Birkenblätter, Brennnesselblätter, Brennnesselwurzel und ca. 1EL frischer Rosmarinblätter in ein Schraubglas. Übergieße es mit Bio-Apfelessig und lass es 3 Wochen an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur ziehen.

Seide nach 3 Wochen das Pflanzenmaterial ab und gib den Apfelessig in eine saubere Flasche.

Am Ende jeder Haarwäsche gibst du einen Schuss des Essigs in ein Gefäß mit lauwarmem Wasser und übergießt deine Haare damit. Du spülst es nicht aus, es bleibt drin.

Bei regelmäßiger Anwendung wirst du schnell merken, dass deine Haare griffiger, voluminöser und glänzender werden.

Interessanter Artikel: Roggenmehlshampoo: Haare waschen mit Roggenmehl (DIY-Anleitung und Erfahrungsbericht)

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Auch das Schneeglöckchen steht für Neuanfang. Es wirkt wie ein Licht am Ende eines Tunnels. 

Seine Blütenessenz hilft dabei, Altes hinter sich und sich auf Neues einzulassen. Es gibt Zuversicht, Hoffnung, Vertrauen und Klarheit und hilft, schwierige Situationen zu überwinden.

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Der Löwenzahn in der Pflanzenheilkunde

Löwenzahn ist eine super Leberpflanze und hilft dabei, die Lebensgeister zu wecken und aus dem Winterschlaf zu krabbeln.

Er reinigt das Blut, gleicht das Hormonsystem aus, regt die Verdauungssäfte an, treibt den Urin und stärkt den ganzen Organismus.

Achtung: da Löwenzahn den Gallenfluss anregt > Vorsicht bei operationspflichtigen Gallensteinen

Löwenzahn räuchern

Geräuchert werden die getrockneten, gelben Blüten auf einem Räucherstövchen. Sie helfen dabei, neue Erkenntnisse zu bekommen, das Selbstvertrauen zu stärken und alte Wege hinter sich zu lassen.

  

 

Löwenzahn-Essig: Rezept zum Nachmachen

Der Essig löst die Vitamine und Mineralstoffe aus dem Löwenzahn heraus.

Pflücke dazu Löwenzahnblätter und Löwenzahnblüten. Zerkleinere alles per Hand und gib es in ein sauberes Gefäß mit großer Öffnung. Übergieß den Löwenzahn mit Bio-Apfelessig und stell es für 5 Wochen an einen dunklen Ort bei Raumtemperatur.

Das Pflanzenmaterial muss großzügig mit Essig überdeckt sein.

Schüttele die Mischung jeden Tag durch.

Nach 5 Wochen seidet man den Löwenzahn ab und gibt den Essig in eine abgedunkelte Flasche. (Wenn man keine dunkle Flasche hat, geht auch eine durchsichtige, die man im Schrank aufbewahrt.)

Für eine Löwenzahn-Essig-Kur gibt man jeden Morgen einen Esslöffel voll in ein Glas lauwarmes Wasser und trinkt es 3 Wochen lang.

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