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So stärkst du mit Heilpflanzen und Gemüse deine Nerven

           

Foto: Markus Spiske

So stärkst du mit Heilpflanzen und Gemüse deine Nerven

Langanhaltender Stress raubt auf Dauer Energie und bringt die Nerven zum Flattern. Das wissen wir alle. Und dann schnauzt man unfairerweise auch schon mal seine Mitmenschen an, obwohl man es gar nicht so meint. Aber wenn die Nerven erst mal blank liegen, ist es gar nicht so einfach, gelassen zu bleiben, stimmt’s?

In diesem Blogartikel will ich dir zeigen, wie du deine Nerven durch Gemüse und Heilpflanzen wieder stärken kannst.

Was passiert bei Stress im Körper?

Bevor ich gleich auf die Heilpflanzen und das Gemüse zu sprechen komme, will ich dir kurz noch erklären, was im Körper passiert, wenn wir Stress haben, sodass du die Zusammenhänge besser verstehen kannst.

Ich versuch es mal auf das einfachste herunterzubrechen:

In stressigen Situation scheidet der Körper vermehrt « Stress-Hormone » wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus.
Das ist per sé nichts schlechtes, sondern sogar wichtig. Es macht uns nämlich kurzfristig leistungsfähig, aktiv und wach.

Das Problem liegt eher im Dauerstress, denn wenn der Spiegel der „Stress-Hormone » im Blut dauerhaft erhöht ist, dann kommen die negativen Seiten dieser Botenstoffe zum Vorschein. Und das sind z. B.

  • Einschlafschwierigkeiten (weil Melatonin unterdrückt wird)
  • Erschöpfung (weil viel Energie gezogen wird)
  • Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit und Depression
  • die Verbindungen zwischen den Nervenzellen werden geschwächt
  • das Immunsystem wird geschwächt
  • der Körper wird übersäuert (weil die Abbauprodukte der Hormone einen sauren pH-Wert haben)

… und noch vieles mehr, aber die hier aufgelisteten Fakten tragen definitiv dazu bei, dass die Nerven auf Dauer blank liegen und sich nicht regenerieren können.

Diese Heilpflanzen stärken und beruhigen die Nerven

HAFER

(Avena sativa) >> mehr über Hafer lesen

Lavendel

(Lavendula officinalis) >> mehr über Lavendel lesen

Rosmarin verbenon

(Rosmarinus officinalis CT verbenone) >> mehr über Rosmarin verbenon lesen

Schwarze Johannisbeere

(Ribes nigrum) >> mehr über schwarze Johannisbeere / Cassis lesen

Rosenwurz

(Rhodiola rosea)

Baldrian

(Valeriana officinalis) >> mehr über Baldrian lesen

Johanniskraut

(Hypericum perforatum) >> mehr über Johanniskraut lesen

Melisse

(Melissa officinalis) >> mehr über Melisse lesen

Passionsblume

(Passiflora incarnata)

Aus diesem Grund tut Gemüse deinen Nerven gut

Dauerstress kreiert einen Teufelskreislauf, bei dem sich der Hund in den Schwanz beißt. Bedeutet je mehr Stresshormone ausgeschüttet werden, desto mehr Abbauprodukte dieser Stresshormone, die eine sauren pH-Wert haben, befinden sich im Körper, desto mehr werden die Nerven gereizt und desto mehr werden wiederum neue Stresshormone ausgeschüttet. Und so weiter und so fort.

Um diesen Teufelkreislauf zu unterbrechen, kann eine große Dosis Gemüse über einen längeren Zeitraum gut tun, denn Gemüse enthält viele basische Mineralien, die die sauren Abbauprodukte der Stresshormone ausgleichen, wodurch weniger neue Stresshormone ausgeschüttet werden. (Das ist jetzt wirklich sehr vereinfacht ausgedrückt, aber so ungefähr kannst du es dir vorstellen.)

Und deshalb tut Gemüse den Nerven gut: Weil es hilft, deinen Säure-Basen-Haushalt ins richtige Gleichgewicht zu bringen und dadurch unterstützt, den Teufelskreis vom Dauerstress zu unterbrechen.

Noch besser: fermentiertes Gemüse!

Wenn du’s noch besser machen möchtest, dann iss fermentiertes Gemüse!

Durch die Fermentation werden die Mikronährstoffe, die im Gemüse sind, besser bioverfügbar gemacht. Bedeutet, der Körper kann sie besser aufnehmen.

Und! Ganz magisch:
Die Mikroorganismen, die beim Fermentieren entstehen, sind in der Lage, verschiedene Vitamine, wie z. B. B-Vitamine herzustellen, die der Körper sehr gut aufnehmen kann.

B-Vitamine sind unheimlich gut gegen Stress und für starke Nerven:

  • z. b. ist Vit. B12 am Aufbau der schützenden Nervenhüllen beteiligt
  • Vit. B1, B2, B6 und B12 sind u. a. dafür verantwortlich, das das Nervensystem richtig funktioniert
  • Vit B5 hilft u. a., dass man sich besser konzentrieren kann

Andere Nahrungsmittel, die die Nerven stärken

Andere Nahrungsmittel, die die Nerven stärken und die du auch in deinen Speiseplan einbauen solltest, sind

  • Nüsse: z. B. Walnüsse enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die gut für die Nerven sind
  • Hülsenfrüchte: enthalten Magnesium und Kalzium und sind u. a. gut gegen Anspannung
  • Haferflocken
  • dunkle Schokolade (ab 85%): enthält eine Aminosäure namens Tryptophan, die in das gute-Laune-Hormon Serotonin umgewandelt wird und das Stresslevel senkt

Auch wichtig zu wissen: Zucker ist Nervengift

Was auch wichtig zu wissen ist, ist das Zucker ist Nervengift ist.
Ein zu hoher Blutzuckerspiegel schädigt auf Dauer nicht nur die Blutgefäße, sondern auch die Nerven.
Beim Abbau von Zucker entsteht ein Stoff namens Methylglyoxal, der sich an schmerzleitende Nervenbahnen bindet und dadurch die Reizbarkeit der Nerven erhöht.
Bei gesunden Menschen und in normalen Mengen, wird dieses Enzym im Körper von alleine wieder abgebaut. Wenn aber ein Überangebot an Zucker besteht bzw. wenn der Körper Probleme hat, den Zucker abzubauen, dann kann es zur Nervenreizung durch Methylglyoxal kommen.

Meine Empfehlung für dich:

Wenn deine Nerven blank liegen, du oft gestresst bist und dich schnell überfordert fühlst, solltest du unbedingt jeden Tag so viel frisches und fermentiertes Gemüse wie möglich essen und auf säurefördernde Nahrungsmittel wie Fleisch, Käse, Chips oder Süßes verzichten.

Ich weiss, besonders in solchen Momenten ist die Lust auf Süßes oder Salziges oft besonders groß, aber iss dann statt Bäckerteilchen, Kuchen, Keksen und Milchschokolade lieber Energieballs aus getrockneten Früchten.

Zusätzlich kann ich eine kleine Kräuterkur aus beruhigenden und nervenstärkenden Heilpflanzen empfehlen!

Meiner Erfahrung nach weiß ich, dass eine Basenfastenkur in solchen Momenten Gold wert ist!

Viele meiner Kundinnen erzählen mir, dass ihr Nervenkostüm sich schon nach wenigen Tagen deutlich beruhigt hat und sie viel leichter entspannen können. Immer mal wieder erzählen mir auch Mütter, dass sie geduldiger mit ihren Kindern geworden sind.

Wenn dich das anspricht, dann schau mal, ob meine begleitete, 3-wöchige Online-Basenfastenkur mit Heilpflanzen etwas für dich sein könnte.

Da unterstütze ich dich wirklich 3 Wochen lang, sodass die Kur für dich so einfach und effizient wie möglich wird.
Ich selbst mach die Kur 2 Mal im Jahr und finde, dass es unheimlich gut tut.

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Heilpflanzen für Krisenzeiten: Teemischung zum Nachmachen

Heilpflanzen für Krisenzeiten: Teemischung zum Nachmachen

Foto: Kira von der HeideHeilpflanzen für Krisenzeiten: Teemischung "Hoffnung" zum NachmachenWir leben in einer Zeit, in der es vor schlechten Nachrichten nur so hagelt: Artensterben, Mikroplastik, knapp werdende oder gar aufgebrauchte Ressourcen, Raubbau nach seltenen...

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Bitterstoffe und ihre Wirkung auf den Körper ( oder „Iss Bitterstoffe, wenn du gesund 100 werden willst!“)

 

 

 

 

 

 

Foto: Anthony Metcalfe

Bitterstoffe und ihre Wirkung auf den Körper

( oder „Iss Bitterstoffe, wenn du Gesund 100 werden willst!“)

Schmeckt bitter immer bitter?

Der Geschmack « bitter » wird schon in sehr kleinen Mengen von unseren Geschmacksknospen auf der Zunge wahrgenommen. Vor allem im hinteren Bereich der Zunge. Demnach schmeckt bitter auch immer bitter. ABER nicht alle bitteren Pflanzen enthalten den gleichen Gehalt an Bitterstoffen. Deshalb gibt es durchaus Pflanzen, die als weniger bitter wahrgenommen werden als andere. Und auch die Kombination mit anderen Wirkstoffen (wie z. B. mit Scharfstoffen oder ätherischen Ölen) spielt eine Rolle darin, wie bitter wir eine Pflanze empfinden.

Letzten Endes ist es zudem auch eine Gewohnheitssache: Wer Bitterstoffe nicht gewöhnt ist, wird schon bei jungem Löwenzahn das Gesicht verziehen, wohingegen Menschen, die regelmäßig Bitterstoffe zu sich nehmen, auch einen lang durchgezogenen Scharfgarbentee ohne Aufstand zu machen, trinken.

6 Arten von Bitterstoffpflanzen

reine btw. tonische Bitterstoffe / amara pura bzw. amara tonica

Das sind pure Bitterstoffpflanzen, deren Wirkstoffe hauptsächlich Bitterstoffe sind. In diese Gruppe gehören Löwenzahn, Artischocke, Enzian oder Tausendgüldenkraut. Diese Heilpflanzen verwendet man vorrangig wegen der Wirkung der Bitterstoffe.

Sie stärken die Verdauung, regen die Produktion aller Verdauungssäfte an, sie kräftigen und geben Tonus (z.B. bei körperlicher oder seelischer Schwäche) und sie unterstützen alle Heilungsprozesse im Körper.

Hopfen gilt als eine aromatische Bitterstoffpflanze

aromatische Bitterstoffe / amara aromatica

Aromatische Bitterstoffe sind eine Bitterstoffgruppe, die neben den Bitterstoffen auch ätherische Öle aufweist. Sie wirken entzündungshemmend, muskelentspannend und entblähen. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Schafgarbe, der Engelwurz, Hopfen und der Wermut.

scharfe Bitterstoffe / amara acria

Das sind Bitterpflanzen, die neben den Bitterstoffen auch viele Scharfstoffe enthalten. Wie z. B. Ingwer, Galgant oder Kurkuma. Die Scharfstoffe wirken schmerzlindernd, wärmend, krampflösend und regen den Blutkreislauf an.

schleimstoffhaltige Bitterstoffe / amara mucilaginosa

Das sind Bitterpflanzen, die auch schleimhaltige Wirkstoffe besitzen. Sie binden unter anderem Magensäure und bilden einen schleimhaltigen Schutzfilm. Das isländische Moos ist ein typischer Vertreter dieser Gruppe.

Löwenzahn gilt als reine, tonische Bitterstoffpflanze, enthält aber auch viele Mineralien

adstringierende Bitterstoffe / amara adstringentia

Diese Bitterstoffpflanzen enthalten zusätzlich auch viele Gerbstoffe, die eine zusammenziehende, adstringierende Wirkung mitbringen. Dazu zählen z. B. Chinarinde oder auch Scharfgarbe.

salzreiche Bitterstoffe / amara salina

Diese Pflanzen enthalten außerdem viele Mineralstoffe / Salze. Dazu gehören beispielsweise Löwenzahn und Wegwarte.

Kurkuma ist eine aromatische Bitterstoffpflanze.

So wirken Bitterstoffe auf den Körper

  • sie unterstützen die Verdauung und regen die Bildung der Verdauungssäfte an
  • sie helfen, dass Nährstoffe im Darm besser aufgenommen werden können >> das hat zur Folge, dass weniger Fäulnisprozesse und Blähungen auftreten
  • sie regen den Appetit auf gesunde Weise an (Nein, man wird dadurch nicht zur kleinen Raupe Nimmersatt, sondern man entwickelt einen gesunden Appetit. Ein gesunder Appetit ist ein Zeichen von Gesundheit und von Lebensfreude.)
  • sie kurbeln den Stoffwechseln an (und können dadurch helfen, dass man besser abnimmt)
  • sie stärken indirekt das Immunsystem (Das Immunsystem und der Darm sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich. Geht es dem Darm besser, wird auch das Immunsystem gestärkt.)
  • als Nebeneffekt der positiven Wirkung auf die Leber und Verdauungsorgane, können sie die Stimmung heben (weil dann z. B. « kein Pups mehr verquer sitzt »)
  • sie verbessern die Blutbildung (weil sie helfen, dass Vitamin B12 besser aufgenommen werden kann)
  • sie verbessern die Durchblutung, weshalb sie den Körper erwärmen
  • sie tonisieren und geben Kraft (besonders gut, nach langer Krankheit)
  • sie regulieren den Säure-Basen-Haushalt im Körper

Isländisches Moos ist eine schleimstoffhaltige Bitterstoffpflanze.

Bei diesen Beschwerden können Bitterstoffe u.a. helfen

  • bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • bei Übelkeit und Erbrechen
  • zur Darmsanierung
  • ständigen Infekten
  • bei allgemeiner Schwäche
  • wenn einem ständig kalt ist
  • bei Anämie
  • bei « Keine-Lust-auf-Nix-Stimmung » und schlechter Laune

Bitterstoffe in der Ernährung: früher und heute

Als unsere Nahrungsmittel noch ursprünglicher waren, waren sie auch noch bitterer. Mit der Zeit wurden die Bitterstoffe immer mehr herausgezüchtet.

Allerdings weiß ich nicht, ob die Bitterstoffe tatsächlich immer ganz bewusst herausgezüchtet wurden (sicherlich in einigen Fällen) oder ob es nicht vielleicht eher ein Nebeneffekt war, bei Züchtungsversuchen, die ein Gemüse z. B. einfach größer werden lassen sollte.

Aber wie dem auch sei, unsere Nahrung ist heute nicht mehr so bitter.

Nahrungsmittel, die auch heute noch Bitterstoffe enthalten sind z. B. :

  • Chicorée und Endivien
  • Kohlarten wie Grünkohl, Rosenkohl
  • Radicchio
  • grünes Blattgemüse wie Mangold oder Spinat
  • Grapefruit und Pomelo
  • Oliven
  • Aubergine
  • Artischocken
  • Walnüsse
  • Petersilie

Rosenkohl und andere Kohlarten enthalten Bitterstoffe.

So kannst du dich an Bitterstoffe herantasten

Zuerst einmal eine gute Nachricht: Bitter ist Gewohnheitssache. Je regelmäßiger man sie zu sich nimmt, desto weniger empfindet die Zunge sie als bitter (die Bitterstoffe wirken aber natürlich trotzdem im Körper).

#Tee kürzer ziehen lassen

Je kürzer du deinen Tee ziehen lässt, desto weniger Bitterstoffe lösen sich im Teewasser.

#weniger Pflanzenmaterial benutzen

Natürlich spielt auch die Menge an Pflanzenmaterial eine Rolle. Wenn du bitter nicht gewohnt bist, gibt erst mal nur einen halben oder einen Teelöffel auf eine Tasse, statt zwei.

#mit Pflanzen beginnen, die weniger Bitterstoffe enthalten oder bei denen die Bitterstoffe mit ätherischen Ölen oder Scharfstoffen kombiniert sind

Pflanzen, die nicht so bitter schmecken, sind zum Beispiel junge Löwenzahnblätter im Frühjahr, junge Schafgarbe (beide werden zum Sommer hin bitterer). Auch Ingwer enthält Bitterstoffe. Durch die Scharfstoffe ist der bittere Geschmack aber abgepuffert. Das gleiche gilt für Rosmarin, Salbei, Kamille oder Thymian. Auch sie enthalten Bitterstoffe, aber durch die ätherischen Öle ist der bittere Geschmack bei einer normalen Ausziehzeit nicht so präsent.

Bitterstoffe vor oder nach dem Essen?

Vor dem Essen bringen die Bitterstoffe die Nachricht « Hallo Magen, gleich kommt eine Ladung Essen, das verdaut werden soll. Fang schon mal an, Verdauungssäfte zu produzieren. »

Nach dem Essen unterstützen sie bei Völlegefühl (auch, wenn etwas zu fettig war), Blähungen oder Bauchschmerzen, so dass man sich schnell wieder aktiv und weniger müde vom Essen fühlt.

Meiner Erfahrung nach sollte man Bitterstoffpflanzen bei regelmäßigen, chronischen Beschwerden vor dem Essen einnehmen (10 - 30 min.) und bei punktuellen Beschwerden, wenn man merkt, dass man ein Gericht mal schlecht verdaut hat, hinterher.

Übersicht: Heilpflanzen mit Bitterstoffe

Übung für dich:

Probiers mal aus und koste, wie bitter der Löwenzahn im Frühling schmeckt und dann im Herbst.

Oder leg dir ein Blatt Wermut oder Beifuss auf die Zunge, zerkaue es, speichele es richtig ein, behalte es im Mund und beobachte, was sich im Körper tut. Mach das jeden Tag über einen längeren Zeitraum.

Koch dir einen Kamillen- oder Schafgarbentee und lass ihn 5 min. abgedeckt ziehen, koste ihn, lass ihn noch mal 10 min. ziehen, koste wieder und dann lass ihn über Nacht durchziehen und koste wieder. Was stellst du fest?

Fazit

Bitter ist gesund. Keine Frage! Versuche regelmässig Bitterstoffe in dein Leben einzubeziehen. Sei es über bittere Nahrungsmittel oder über 1, 2 Tassen Tee am Tag. So wirst du deiner Verdauung und deinem Körper allgemein etwas Gutes tun, dir wird weniger kalt sein, dein Immunsystem wird stärker und dein ganzer Organismus tonischer.  … damit du gesund 100 wirst!

Übrigens: Ich leite 2 mal im Jahr (Frühling und Herbst) eine 3-wöchige Online-Basenfastenkur, in der Bitterstoffe natürlich auch eine Rolle. Wenn du deiner Gesundheit regelmäßig etwas Gutes tun möchtest (und das empfehle ich dir, denn Gesundheit ist das höchste Gut, dass wir haben!), kannst du mal überlegen, ob so eine Kur das richtige für dich wäre. Hier findest du alle Infos dazu und kannst dich anmelden > Basenfasten mit Heilpflanzen

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Frauenmantel – Fruchtbarkeitspflanze zu Beltane

Frauenmantel – Fruchtbarkeitspflanze zu Beltane

Fruchtbarkeit ist ein wichtiges Thema für diese Jahreszeit, denn von ihr hängt ab, wie reich die Ernte im Herbst ausfallen wird.

Für uns Menschen ist der Frauenmantel eine wunderbare Fruchtbarkeitspflanze und um den Frauenmantel soll es in diesem Blogartikel gehen.

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Veilchen: Frühlingsbote zu Ostara / zur Frühlingstagundnachtgleiche

Foto: Ruby Nagel

Veilchen: Frühlingsbote zu Ostara / zur Frühlingstagundnachtgleiche

Veilchengewächs.

Viola odorata: « Viola » bedeutet « Violet » und « odorata » kommt aus dem Lateinischen und bedeutet « gut reichend, duftend ».

andere Namen: Märzenveilchen, Duftveilchen, Frühlingsveilchen, Österchen, Viole, Osterveigel, Schwalbenblume

 

Sobald es im März langsam etwas wärmer wird, lassen sich die kleinen, violetten Blüten des Veilchens sehen. Schon in vorchristlichen Zeiten galt das Veilchen als Frühlingsbote und stand in engem Zusammenhang mit dem Erwachen der Natur und darüber symbolisch mit der weiblichen Fruchtbarkeit.

 

Das Duftveilchen ist wichtiges Insektenfutter: Hummeln, Bienen und Schmetterlinge lieben seinen Nektar, aber auch die Blätter und Samen werden von allerlei kleinen Tierchen verspeist.

 

Wie viele andere einheimische Pflanzen, wird auch das Veilchen schon lange zu Heilzwecken benutzt. Zum Beispiel gebrauchte Hippokrates (400 v. Chr.) Veilchenblüten und Samen in seinen Rezepten, um Totgeburten und Nachgeburten auszutreiben.

Der Bezug der Pflanze zur Frauenheilkunde besteht also schon lange.

Echtes Veilchen aus Sturms Flora von Deutschland, Band 6

Das Veilchen ist der Göttin Venus geweiht und schon die Kelten sollen die Blüten in Ziegenmilch ausgezogen und als Waschungen angewendet haben, um Frauen noch schöner werden zu lassen.

Venus liebt den frischen, lieblichen, blumigen Duft. Das hat auch Vulcanus für sich zu nutzen gewusst. Er ist nämlich schrecklich in Venus verliebt. Weil er aber kein Schönling ist und dazu auch noch hinkt, hat Venus kein Auge für ihn. … Bis er sich mit Veilchen einreibt. Da kann auch Venus nicht widerstehen und schenkt ihm einen Kuss. (Ihre Ehe ist trotzdem nicht das Gelbe vom Ei. Beide haben nebenher noch andere Beziehungen. Venus unter anderem mit Mars.)

Auch für Hildegard von Bingen war das Veilchen eine wichtige Heilpflanze. Sie nutze es zum Beispiel bei Kopfschmerzen, Narben und verhärtetem Gewebe. Den frischen Saft empfahl sie bei Augenleiden.

Kandierte Veilchenblüten

Essbare Blüten

Bei uns in Frankreich brachte man früher den Frauen nach der Geburt eine Packung kandierte Veilchenblüten mit. Die sollten einer Wochenbettdrepression vorbeugen.

Kandierte Veilchenblüten selber machen:
frische Blüten in gesüßtem Eischnee wälzen und im Ofen bei 40 - 50 °C trocknen

Die Blüten können auch zu Blütenzucker verarbeitet werden oder das Essen auf dem Teller verschönern.
Auch Sirup aus Veilchenblüten oder Veilchenlikör sind ein Klassiker.

Merkmale

  • mehrjährig, krautig
  • am Boden kriechend
  • bildet Ausläufer, die sich bewurzeln können
  • 5-10 cm Höhe
  • grundständige Blattrosette
  • gestielte, herz- oder nierenförmige Blätter mit gesägtem Blattrand
  • 5 violettfarbene Kronblätter, ähnelt ein bisschen einer kleinen Orchidee
  • lieblicher, frischer, blumiger Duft
  • Blütezeit im März und April
  • am Stängel sind neben der Blüte auch manchmal Nebenblätter
  • die Nebenblätter sind eiförmig zugespitzt

Standort:
nährstoffreicher Boden, im Wald und am Waldrand, gerne etwas feuchte Standorte im Halbschatten

Inhaltsstoffe:
Saponine, Bitterstoffe, Salicylsäure, Alkaloide, etwas Vitamin C, verschiedene ätherische Öle

Veilchen als Heilmittel für die Haut

Das Veilchen ist eine total schöne Heilpflanze für die Haut. Es unterstützt auf der einen Seite die Wundheilung, und gleichzeitig hat es aber die Gabe, feste, knotige Strukturen, wie z. B. Narbengewebe aufzulösen. Deshalb benutzt man gerne Veilchensalben oder Veilchenöl um harte, unebene Narben wieder glatt zu bekommen oder auch, um sie gar nicht erst hart werden zu lassen. Zum Beispiel eignet sich Veilchen zur Narbenpflege nach der Geburt, nach OP’s, aber auch bei Narben, die durch Akne entstanden sind.

Überhaupt lassen sich Akne und andere Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Ekzeme gut mit Veilchen behandeln. Veilchen lässt Entzündungen abschwellen und befeuchtet trockene Hautpartien.

Dazu macht man äußerliche Anwendungen mit Tee (Waschungen, Bäder), Ölauszügen oder Salben, sowie innerlich mit Tee, Essigauszügen oder Tinktur.

Veilchen und seine Wirkung auf die Lungen

Veilchen kühlt Entzündungen und befeuchtet die Schleimhäute. Es verflüssigt hartnäckigen Schleim und unterstützt beim Abhusten. Veilchen wird bei Husten, Keuchhusten oder auch Bronchitis angewendet. Entzündungen im Hals- und Rachenraum klingen durch mehrmals tägliches Gurgeln mit Veilchentee ab.
Für Beschwerden im Hals-, Rachen- oder Lungenbereich ist es am besten, wenn der Tee in kleinen Schlucken über den ganzen Tag verteilt getrunken wird.

die blut- und lymphreinigende Wirkung von Veilchen

Wie andere Frühlingsboten auch, reinigt auch das Veilchen die Lymphe und das Blut. Das macht sie zu einer Pflanze, die ihren Platz in Frühjahrskuren findet, wenn der Körper entlastet und angestaute, für den Körper unbrauchbare Stoffe verstärkt ausgeschieden werden sollen.

Bei geschwollenen Lymphknoten oder nach langer Krankheit, wenn man Mühe hat, wieder richtig in die Gänge zu kommen, empfiehlt sich eine kleine Teekur, die unter anderem Veilchen enthält.

Die blut- und lymphreinigende Wirkung wirkt sich auch positiv auf Melancholie und Traurigkeit aus.

Veilchen räuchern

Man verräuchert die getrockneten Blüten und Wurzeln. (Achtung, in manchen Gegenden kann das Veilchen unter Naturschutz stehen. Dann natürlich nicht ernten.)
Der Veilchenrauch befreit Räume von schlechten Energien und reinigt sie. Er schenkt innere Ruhe, erdet und macht den Kopf frei.

Veilchen-Blütenessenz

Die Blütenessenz eignet sich besonders für schüchterne, introvertierte, feinfühlige, zurückhaltende Menschen, die sich in Menschenmassen unwohl fühlen und darunter leiden. Die Blütenessenz unterstützt dabei, sich nach Außen zu öffnen und aus der Reserve zu kommen.

Wirkungsweisen

  • entzündungswidrig
  • wundheilend
  • macht Narben weich und glatt
  • erweicht das Gewebe
  • schmerzlindernd
  • auswurffördernd
  • schleimhautbefeuchtend
  • beruhigend
  • blut- bzw. lymphreinigend
  • mild harntreibend

Anwendungsgebiete

  • die Blüten bei Melancholie und Traurigkeit
  • zur Narbenpflege (auch bei schmerzenden Narben, auch nach der Geburt)
  • Brustschmerzen
  • verknotetes, verhärtetes Brustgewebe
  • festsitzender Hustenschleim
  • Keuchhusten, Reizhusten, Bronchitis
  • Entzündungen im Hals- und Rachenraum
  • geschwollenen Lymphknoten
  • Frühjahrskuren
  • Hautprobleme (auch Akne und verhärtete, trockene Hautpartien)
  • Kopfschmerzen
  • bei nervösen Schlafbeschwerden
  • mildes Kinderheilmittel bei Verstopfung, Unruhe, Husten und geschwollenen Lymphknoten
  • nach langer Krankheit, wenn man zwar nicht mehr krank ist, sich aber auch nicht richtig gesund fühlt (bringt die Lymphe wieder in Gang und reinigt sie)
  • Augenwaschungen

Nebenwirkungen:

nicht bekannt

Wenn dich interessiert,

welche anderen Pflanzen mit Ostara in Zusammenhang stehen oder dich Jahreskreisfeste, alte Bräuche, Mythologie und Räucherkräuter interessieren, dann schau doch mal, ob dir mein Kurs HerzGold gefallen könnte. Dort durchläufst du ein ganzes Jahr mit mir und ich erzähl dir zu jedem der 8 Jahreskreisfeste spannende Sachen über Götter, Heilpflanzen und Brauche unserer Vorfahren.

Am Ende jedes Treffens gibts auch immer eine kleine innere Reise, sodass du die Kräfte der jeweiligen Jahreszeit so richtig für dich nutzen kannst.

Die Idee hinter dem Kurs ist, wieder mehr im Rhythmus der Natur zu leben und dadurch wieder mehr in seine eigene Mitte zu gelangen.

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Heilpflanzen für Krisenzeiten: Teemischung zum Nachmachen

Foto: Kira von der Heide

Heilpflanzen für Krisenzeiten: Teemischung „Hoffnung“ zum Nachmachen

Wir leben in einer Zeit, in der es vor schlechten Nachrichten nur so hagelt: Artensterben, Mikroplastik, knapp werdende oder gar aufgebrauchte Ressourcen, Raubbau nach seltenen Metallen, neue virale Infektionen, politische Konflikte und Krieg, … die Liste ist lang.

Wenn man all diese Nachrichten jeden Tag an sich ranlässt und sich damit beschäftigt, kommt früher oder später der Moment, an dem man einfach nur den Kopf in den Sand stecken möchte und im Land der süßen Gummibärchenbande leben will.

Das ist normal. So viel Krise auf einmal ist nur schwer zu ertragen.

Weil Heilpflanzen mein Spezialgebiet sind, bin ich natürlich in meinen Gedanken immer auf der Suche danach, welche Kräuter jetzt unterstützen können.

In diesem Blogartikel möchte ich dir meine Teemischung zeigen, die Krisenzeiten (egal ob globale oder im persönlichen Leben) leichter erträglich machen.

Natürlich regelt sie nicht das Problem (es ist ja kein Zauberstab!), aber sie gibt inneres Licht, Wärme und Kraft, um schwierige Zeiten zu überstehen.

6 Heilkräuter für schwierige Zeiten

Johanniskraut

(Hypericum perforatum)

Johanniskraut beruhigt und stärkt die Nerven. Es ist heute wahrscheinlich DAS bekannteste Kraut, um Licht ins Dunkel zu bringen. Johanniskraut unterstützt außerdem die Leber und hilft, Ereignisse « besser zu verdauen ».

Für diesen Tee benutze ich das Kraut.

Engelwurz

(Angelica archangelica)

Engelwurz ist der Schutzengel unter dem Pflanzen. Sie ummantelt und gibt das Gefühl von Geborgenheit. Sie ist außerdem ein Lichtbringer und zeigt das Licht am Ende des Tunnels. Sie gibt Hoffnung, macht Mut, hellt die Stimmung auf und unterstützt, wenn man abends schlecht in den Schlaf findet.

Für diesen Tee benutze ich die Wurzeln.

Melisse

(Melissa officinalis)

Melisse beruhigt die Nerven und hilft besonders gut bei Unruhe, Stress oder wenn die anstrengende Situation auf den Magen oder das Herz geht und sich z. B. in Herzstolpern, Appetitlosigkeit (Magen wie zugeschnürt) oder nervösen Magenbeschwerden äußern.

Für diesen Tee benutze ich die Blätter.

Hafer

(Avena sativa)

Hafer macht Nerven wie Drahtseile. Er nährt und macht uns robuster und widerstandsfähiger. Hafer hilft vorbeugend, aber auch, wenn man schon sehr fertig mit den Nerven ist oder das Gefühl hat, die Nerven liegen blank.

Für diesen Tee benutze ich das Haferstroh.

Gänseblümchen

(Bellis perennis)

Gänseblümchen hilft uns wieder aufzustehen, wenn wir uns am Boden, am Ende oder total geknickt fühlen.

Für diesen Tee benutze ich die Blütenköpfchen.

Safran

(Crocus sativus)

Auch Safran ist genau wie Engelwurz und Johanniskraut eine absolute Sonnenheilpflanze, die das Gemüt mit Freude, Licht und Mut erhellt. Es löst Anspannung, beruhigt und nimmt die Schwere.

Für diesen Tee benutze ich die Fäden.

Anleitung: Teemischung « Hoffnung » herstellen

Zubereitung:

Für 1 l Kräutertee nehme ich von jeder Pflanze (außer vom Safran, da nehme ich 3, 4 Fäden) eine 3-Finger-Prise (also so viel, wie ich mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger aufheben kann) und gebe es in meine Teekanne.

Dann koche ich 1 l Wasser auf, lass es etwas herunterkühlen und übergieße die Kräuter damit.

Deckel drauf und mindestens 15-20 min. ziehen lassen.

Wenn ich eine sehr sensible Person wäre, die auf alles immer sehr schnell reagiert, würde ich mit etwas weniger Pflanzenmaterial anfangen und mich nach und nach hochsteigern.

 

Anwendung:

Ich koche mir diese Mischung jeden Morgen und trinke sie tagsüber. Ich filtere die Pflanzen nicht ab, sondern lasse sie den ganzen Tag im Wasser schwimmen. Wenn ich mir eine Tasse einschenke, benutze ich einfach ein Teesieb.

 

Hinweis:

Diese Mischung trinke ich selbst gerne in schwierigen Zeiten, aber natürlich ersetzt so ein Blogartikel nicht den Gang zu einem Therapeuten, wenn du wirklich Hilfe brauchst. Ich glaube, du weißt das, aber das wollte ich trotzdem noch mal gesagt haben.

Fazit:

Es gibt für viele Situation im Leben Heilpflanzen, die unterstützen können, sodass es uns wieder schneller besser geht oder wir die Ressourcen bekommen, schwere Zeiten zu meistern.
Alles, was es braucht, ist ein gewisses Grundwissen über Heilpflanzen (ein gewisses Vokabular, um zu wissen, wann welche Pflanze hilft), Interesse und Neugierde und am besten jemanden, der sich damit auskennt.

Da Schöne ist: es kein Hexenwerk, sondern jeder kann es lernen.

Wenn du dir einen soliden Grundschatz an Kräuterwissen anlegen möchtest und dir Unterstützung dabei wünschst, könnte mein Kräuterkunde-Onlinekurs etwas für dich sein, bei dem ich dich 1 Jahr lang begleite.

Du lernst in deinem Tempo, aber unter meiner Anleitung. Das ist die ideale Kombi für alle, die sich keine zusätzlichen Termine aufbürden wollen, aber trotzdem Begleitung brauchen, um regelmäßig dranzubleiben. Denn die Regelmäßigkeit ist der Schlüssel, für ein solides Wissen über Heilpflanzen.

 

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6 Tipps, wie du ein echter Kräuterexperte wirst

Foto: Ruby Nagel

6 Tipps, wie du ein echter Kräuterexperte wirst

Stell dir mal vor, du würdest die Kräuter, die du beim Spazierengehen siehst, beim Namen nennen können und wissen, wann sie dir helfen und wie du sie nutzt.

Oder stell dir vor, bei deinem Kind, Partner oder bei dir selbst in eine Erkältung oder eine Magen-Darm-Geschichte im Anmarsch und du kannst einfach im Bioladen ins Kräuterteeregal gehen und die Kräuter einkaufen, die es braucht, um schnell wieder gesund zu werden.

Wär das nicht genial?

Es gibt noch viele andere gute Gründe dafür, sich mit Kräutern auszukennen, aber das könnte ein eigener Artikel werden.

Heute gehe ich mal davon aus, dass du die Gründe schon kennst und ich möchte dir 6 Tipps geben, die dir helfen, dir deinen inneren Wunsch nach « Ich möchte Heilpflanzen besser kennenlernen! » zu erfüllen.

#1 Benutze Bestimmungsbücher statt Apps !

Ich weiß, Apps sind total attraktiv und so schön einfach. Du knipst 1, 2, 3 Bilder und schwups sagt dir dein Handy, welche Pflanze es höchst wahrscheinlich ist.

Was dadurch allerdings verkümmert bzw. nicht trainiert wird, sind deine Sinne und dein Verstand.

Und das ist der Anfang vom Ende 😉

Deine Sinne und dein Verstand sind 2 sehr wichtige Faktoren, wenn du die Heilpflanzen aus deiner Umgebung wirklich kennenlernen willst.

Es ist wie mit dem Navi im Auto: Das ist so schön einfach. Endlich kein Kartenlesen mehr. Endlich kein Nachdenken mehr. Wir schauen einfach auf das Display und steigen ein paar Stunden später am Zielort aus.

Dadurch geht uns nach und nach unser Orientierungssinn verloren! … Und um es auf die Spitze zu treiben: Wir fühlen uns LOST. Orientierungslos.

Beim Kräuterbestimmen ist es wichtig, dass du deine Sinne und deinen Verstand schulst und dich nicht auf die Technik verlässt. Denn die Pflanzen sehen immer ein bisschen anders aus als auf den Fotos und Zeichnungen. Das liegt daran, dass sie an ihren individuellen Standort angepasst sind und dadurch zum Beispiel größere oder kleinere Blätter als auf dem Bild haben können.

Wenn du aber die Merkmale einer Pflanze kennst, dann macht das nichts. Du wirst sie trotzdem bestimmen können.

Kleiner Tipp: Es ist übrigens immer hilfreich, mehrere Bestimmungsbücher anzuschauen. Sie enthalten alle Information, die sich ergänzen und so bekommst du ein globales Bild der Pflanzen.

#2 Lerne mit deinen Sinnen

Die wenigsten Menschen lernen neue Dinge alleine durch lesen.

Deshalb macht es Sinn, alle Sinnesorgane mit einzubeziehen.

Riechen

Hat die Pflanze einen bestimmten Duft? Schnuppere an der Blüte. Zerreibe die Blätter zwischen den Fingern und rieche daran. Und wenn du Wurzeln gräbst, achte auch hier auf den Geruch.

Fühlen

Fass die Pflanzen an!

Ich bin neulich auf einem Acker spazieren gegangen und habe dort die Blattrosette eine Art Distel gesehen, die ich nicht kannte. Die Blätter sahen so kuschelig weich aus, sodass ich sie angefasst habe. In Wirklichkeit waren die Haare spitz und kratzig!

Schmecken

Bei Pflanzen, die du schon identifiziert hast und von denen du weißt, dass sie nicht giftig sind, ist es gut, den Geschmackssinn mit einzubeziehen. Auch das macht neue Erfahrungsverknüpfungen in deinem Gehirn und du lernst die Pflanze besser kennen und sie bleibt vor allem auch besser in deinem Gedächtnis.

Das gilt besonders für Pflanzen, die einen eigentümlichen oder starken Geschmack haben oder bei Pflanzen, deren Geschmack dich an etwas erinnert.

Anschauen

Die meisten von uns sind visuelle Lerntypen. Mach dir das zu nutzen und schau dir die Pflanze richtig an.

Nutze eine Lupe und betrachte die Blüte. Hat sie etwas, dass dir besonders auffällt?

Aber schau dir nicht nur das kleinste Detail an, sondern geh auch mal ein bisschen weg und erfasse ihre Silhouette. Welche äußere Form hat die Pflanze oder der Baum? Erinnert dich das an etwas?

Und was auch gut hilft, um sich Pflanzenmerkmale besser merken zu können, ist sie zu zeichnen. Dabei ist es nicht wichtig, dass deine Zeichnung schön aussieht. Glaub mir, ich male so grottenschlecht, dass ich keine meiner Zeichnungen hier hochladen möchte. 🙂

Aber das ist auch gar nicht der Punkt! Der Punkt ist, dass durch das Zeichnen sich die Blattform (bzw. das, was du malst) besser in deinem Gedächtnis verankert.

Hören

Ich weiß, das klingt etwas schräg, aber wenn du mal die Erfahrung gemacht hast, wirst du mich besser verstehen.

Geh mal in einen Birkenwald, Pappelwald oder Eichenwald und lausche, wie der Wind durch die Blätter fegt. Es klingt definitiv unterschiedlich.

#3 Beobachte auch ihren Standort

Schau auch, welche Art von Umgebung die Pflanze mag.

  • Wie ist der Boden? Trocken? Feucht? Nackt? Bedeckt? Hart und lehmig oder leicht und sandig? Oder vielleicht sehr steinig?
  • Wie sind die Lichtverhältnisse? Eher dunkel und schattig? Eher hell und sonnig?
  • Wachsen viele hohe Pflanzen ringsum oder eher nur flache Bodendecker?

Stell dir vor, du läufst an einem Bach entlang und entdeckst eine Pflanze. Wenn du das Szenario richtig beobachtet und in dir verankert hast, wird du beim nächsten Mal in einer ähnlichen Umgebung von ganz alleine denken « Ach, mal schauen, ob XYZ hier auch wächst. ».

#4 Nimm dir Zeit und setz dich nicht unter Druck

Wir leben in einer Zeitepoche, in der extrem viele Menschen unter chronischem Zeitmangel leiden und sich den Druck machen, möglichst schnell, möglichst viele Pflanzen zu kennen.

Soll ich dir was sagen? Das ist gar nicht nötig. Für die meisten Alltagsbeschwerden reicht es, wenn du eine Handvoll Pflanzen richtig gut kennst. Alles andere ist Bonus.

Nimm dir also besser Zeit, um wenige Pflanzen richtig zu kennen, statt viele Pflanzen nur halbherzig.

Vielleicht beruhigt es dich zu wissen, dass selbst ich nicht alle Pflanzen kenne, die um mich herum wachsen und trotzdem konnte ich schon sehr, sehr vielen Menschen helfen, dass es ihnen gesundheitlich wieder besser geht.

#5 Sammele Erfahrungen

Bücher über Pflanzen zu lesen ist fein, aber dein Wissen wird erst so richtig interessant und gefestigt, wenn es vom Kopf runter ins Herz gerutscht ist. Und das passiert nur über Ausprobieren, mit den Sinnen lernen, testen und anwenden.

Wenn du einmal die Erfahrung gemacht hast, dass dir eine Pflanze geholfen hat, wirst du das nie wieder vergessen!

#6 Dranbleiben und Regelmässigkeit sind das i-Tüpfelchen

Ich sag immer gerne « Heilpflanzen zu kennen ist keine Sprint, sondern ein Marathon. ».

Ganz ehrlich!

Überleg mal: Was ist deine Expertise bzw. worin bist du richtig gut?

Und bist du zu dem Experten geworden, weil du einen Wochenendkurs belegt hast?

Natürlich nicht 🙂

Sondern du hast dich immer und immer wieder mit dem Thema befasst und bist drangeblieben.

Mit den Pflanzen ist es genauso.

Lass dir Zeit und geh von mir aus Mäuseschrittchen, aber bleib auf jeden Fall dran, wenn du auf Dauer wissen möchtest, welche Pflanzen um dich herum wachsen bzw. was du wie nutzen kannst, wenn du mal krank bist.

Fällt dir das Dranbleiben schwer? 

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Wildkräuter im Februar sammeln: 5 Schätze, die jetzt wachsen

Foto: Ruby Nagel

Wildkräuter im Februar sammeln: 5 Schätze, die jetzt wachsen

Sobald die ersten Sonnenstrahlen ihre Nase zeigen, hat man Lust rauszugehen und Kräuter zu sammeln.

Ein paar der Schätze, die du jetzt im Februar finden kannst, will ich dir hier zeigen:

Scharbockskraut

(Ranunculus ficaria)

Man erntet nur kleine Mengen davon und auch nur vor der Blüte. Grund dafür ist, dass das Scharbockskraut wie alle Hahnenfußgewächse Protoanemoin enthält und das reizt die Schleimhäute. Die Blätter enthalten es auch vor der Blüte, aber mit der Blüte sind es deutlich mehr.

Als Faustregel sagt man eine Handvoll pro Tag für einen Erwachsenen, aber ich denke, dass nicht alle Menschen gleich reagieren und es deshalb Sinn macht, auf jeden Fall mit weniger zu beginnen und erst einmal zu schauen, wie man es verträgt.

Man kann die Blätter in Smoothies geben, in Salate, als Beilage frisch auf den Teller, in Pesto, in Aufstrich oder einfach so wegnaschen.

Beim Trocknen wird das Protoanemoin übrigens unschädlich gemacht.

Vorkommen

lichte Laubwälder, Waldränder, in Parks und Gärten

Typische Merkmale

  • nicht behaart
  • gekerbter Blattrand
  • Blätter gestielt
  • nierenförmige oder herzförmige Blattform
  • Blattoberseite glänzt dunkelgrün
  • gelbe, sternförmige Blüte mit 8-11 Kronblättern

Wirkung

v. a. blutreinigend

Anwendung

  • bei Frühjahrsmüdigkeit
  • um seinen Vitamin C- Haushalt aufzustocken

Hagebuttenknospen

(Rosa canina)

Die Hagebutte ist schon seit Menschengedenken eine wichtige Pflanze für den Menschen.

Nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch symbolisch. Zum Beispiel wurden früher, wenn man Leichen verbrannte, Hagebuttenholz aufs Feuer gelegt, sodass der Pflanzengeist die Seele des Menschen beim Übergang in die Anderswelt begleiten kann.

Vorkommen

Wald- und Feldränder, in Hecken, Gebüschen, an sonnigen Heidehängen

Typische Merkmale

Die Knospen sind oval bis eiförmig, pink und aus kleinen Schuppen aufgebaut. Anfangs sehen sie fast aus wie ein kleiner Pickel, der aus den Ast austreten will, bis sie schließlich wachsen und der obere Teil der Knospe grün wird.

Wirkung

  • antiviral
  • immunstärkend
  • antiallergisch

Anwendung

  • z. B. bei Fieber, Erkältung, Schnupfen
  • bei Halsentzündungen oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • bei Kopfweh und Migräne
  • bei Ohrenschmerzen
  • Wachstumsschmerzen bei Kindern
  • Herpes

Haselknospen

(Corulus avellana)

Auch die gemeine Hasel begleitet den Menschen schon sehr lange. Schon in der Steinzeit soll man ihre Nüsse gesammelt und gegessen haben.

Sie gehört zu den Pionierpflanzen. Bedeutet, dass sie eine der ersten Pflanzen ist, die spontan selber wächst, wenn man eine Fläche sich selbst überlässt.

Die Hasel ist außerdem ein richtiger Frühlingsvorbote. Ihre gelben männlichen Kätzchen erkennt man schon von Weitem im blätterlosen Strauch. Die Kätzchen kann man auch als Tee zubereiten, in den Salat geben oder zu einem veganen Parmesan verarbeiten.

Vorkommen

im Unterholz lichter Laubwälder, in Hecken und Gebüschen, in Auenwäldern

Typische Merkmale

  • eiförmig, leicht eingebuchtet, mit grünlich-rotbraunen Schuppen
  • an den Rändern fein weiss behaart
  • mit intensiv pinken Narben

Wirkung der Knospen

  • alkalisieren das Gewebe und helfen, überschüssige Säuren über die Nieren und Lungen auszuscheiden
  • regen die Blutbildung an und regulieren die Blutgerinnungsfähigkeit des Blutes
  • beruhigen und stärken die Nerven

Anwendung

z. B. bei

  • bei Übersäuerung der Gewebe
  • bei depressiver Verstimmung
  • bei Bronchitis und anderen Lungenleiden

Kornelkirschenblüten

(Cornus mas)

Aus den Blüten werden später längliche, eiförmige, leuchtend rote Früchte, die man unterwegs naschen kann oder zu Marmelade verkocht. Sie schmecken sauer und süß, vielleicht etwas in Richtung rote Johannisbeere gehend, haben aber einen großen Stein in der Mitte. Die unreifen Früchte kann man auch in Salzlake einlegen und als Olivenersatz essen.

In der Volksheilkunde werden die Früchte und ein Aufguss aus der Rinde gegen Durchfall genutzt. Sie haben eine stopfende, kräftigende, zusammenziehende Wirkung.

Vorkommen

in Wäldern, an Waldrändern, Hecken, Auenwälder, kalkhaltige Böden, warme Standorte

Typische Merkmale

  • Die Blüten sind vor den Blättern da und leuchten schon von Weitem wie kleine gelbe « Bommeln ».
  • Sie sind von 4 (gelblich) grünen Hochblättern umgeben.

Behaartes Schaumkraut

(Cardamine hirsuta)

Das behaarte Schaumkraut ist ein typisches Frühlingskraut. Es enthält viele Bitterstoffe, Vitamin C, Mineralstoffe, Eisen und natürlich auch Scharfstoffe - die Senfölglycoside. Die sind für den kresseähnlichen Geschmack verantwortlich.

Es mischt sich sehr gut in Salate, Pesto, Aufstriche, Smoothies und Suppen.

Vorkommen

schattige, feuchte Standorte, in Gärten, Parkanlagen, auf Weinbergen, auf Schuttplätzen, an Wegrändern und Mauerkanten

Typische Merkmale

  • weisse Blüten
  • die ganze Pflanze ist oft etwas violett unterlaufen
  • jedes Blatt besteht aus bis zu 9 Teilblättern
  • das endständige Teilblatt ist größer als die seitlichen Teilblätter
  • mehrere, am Grunde verzweigte, kantige Stängel
  • leicht behaart

Wirkung

  • verdauungsfördernd
  • blutreinigend
  • krampflösend

Anwendung

  • Rheuma
  • Gicht
  • Übersäuerung
  • Frühlingskuren

Wenn du tiefer ins Thema Pflanzenheilkunde einsteigen möchtest, könnte dich mein Kräuterkunde-Onlinekurs interessieren.

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